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200 Jugendliche verabreden sich online zur Prügelei

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Von: Mark Stoffers

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Polizisten in Uniform (Symbolbild)
Knapp 200 Jugendliche verabreden sich am Sonnabendmittag online zu Massenschlägerei in Hannovers Innenstadt. Besorgte Eltern alarmieren die Polizei über den Notruf, sodass die Einsatzkräfte rechtzeitig vor der Eskalation eingreifen können. (Symbolbild) © Silas Stein/dpa

Bis zu 200 Jugendliche verabredeten sich nach Angaben der Polizei online zu einer Schlägerei in Hannovers Innenstadt. Eltern wählten am Sonnabend wohl den Notruf.

Hannover – Ein Einsatz, der in Niedersachsen nun wirklich nicht alltäglich ist, erlebten am Samstagnachmittag, 19. Februar 2022, die Einsatzkräfte der Polizei Hannover. Immerhin hatte sich eine Gruppe von knapp 200 Jugendlichen online zu einer Massenschlägerei in Hannovers Innenstadt verabredet. Nach Angaben einer Sprecherin in einer Pressemitteilung war die hiesige Polizei mit einem Aufgebot von zahlreichen Beamten vor Ort, um der drohenden Eskalation vorzubeugen.

Prügelei in Hannover: 200 Jugendliche verabreden sich online zu Massenschlägerei – besorgte Eltern informieren die Polizei

Aus der Pressemitteilung ging ebenfalls hervor, dass besorgte Eltern die Polizei in Hannover per Notruf alarmiert hatten. Somit hatten es die Einsatzkräfte diesen zu verdanken, dass sie überhaupt Wind davon bekamen, dass sich knapp 200 Jugendliche online zu einer Prügelei in der Innenstadt von Niedersachsens Hauptstadt verabredet hatten.

Verabredete Prügelei in Hannover: „Unübersichtliche Einsatzlage“ Polizei ruft Verstärkung

Im Verlauf der Deeskalation habe ein 14-Jähriger einen Polizisten beleidigt, so die Sprecherin in der Pressemitteilung weiter. Als der Jugendliche identifiziert werden sollte, befreite sich der Jugendliche aus dem Griff eines Beamten und setzte sich zur Wehr. Insgesamt hätten sich etwa 200 Jugendliche am Festnahmeort versammelt und versucht, dem 14-Jährigen beizustehen. Daraufhin forderten die Einsatzkräfte weitere Beamten zur Verstärkung an und drängten die Gruppe weg. Wegen der „unübersichtlichen Einsatzlage“ seien davon vereinzelt auch Unbeteiligte betroffen gewesen, hieß es weiter in der Mitteilung.

Online-Verabredung zur Massenschlägerei: Versammlung in Hannovers Fußgängerzone löst sich nach über fünf Stunden auf

Es dauerte ungefähr fünfeinhalb Stunden bis die Versammlung, die sich in großen Teilen der Fußgängerzone in der Innenstadt abspielte, schließlich auflöste. Dabei konnte die Polizei trotz der Online-Verabredung zur Massenschlägerei auf die Kooperation der meisten Jugendlichen zählen. Dennoch kam es zu zahlreichen Platzverweisen, während der 14-Jährige, der sich gegen die Personalienaufnahme gewehrt hatte, in die Obhut seiner Eltern übergeben wurde.

Weitere Blaulicht-Meldungen aus Bremen und Niedersachsen: Delmenhorster stirbt auf A24 – Streit mit Machete und Samuraischwert

Ein tragisches Unglück mit tödlichem Ausgang ereignete sich in der Nacht auf Sonntag, 20. Februar 2022, als ein Autofahrer aus Delmenhorst auf der A24 ums Leben kam, nachdem er nach einem selbstverursachten Unfall auf der Fahrbahn gelaufen war, um Hilfe zu holen und von einem weiteren Pkw erfasst wurde.

Indes gab es für die Einsatzkräfte in Niedersachsen und Bremen in der Sturmnacht durch den Orkan Zeynep einiges an Arbeit, um die Sturmschäden zu beseitigen. So starb ein Mann in Cuxhaven und ein 55-Meter-Kran krachte in einen Bremer Neubau. Sturmtief „Zeynep“ wütete auch in der Region Oldenburg. In der Zeit von 14:00 Uhr bis 22:00 Uhr mussten laut Großleitstelle Oldenburg Land knapp 400 Unwetterereignisse angenommen und abgearbeitet werden.

Wegen erneuter Sturmschäden ist die Harpstedter Mühle nun zu einem Sicherheitsrisiko geworden. Nach drei schweren Stürmen der dritte Schaden: Diesmal hat es die Flügel der Harpstedter Windmühle besonders hart getroffen: Der Orkan „Zeynep“ hat ein großes Flügelteil abgerissen. Am Samstagmorgen nach der stürmischen Nacht hängt es weiterhin auf „halb acht“ und droht herabzustürzen. Nach dem Orkan ist allerdings vor dem nächsten Sturm. Denn das Sturmtief Antonia bringt eine Unwetterwarnung für Sonntag nach Niedersachsen. Der neue Sturm soll Dauerregen und möglicherweise sogar Schnee bringen.

Darüber hinaus wurde ein Hund in Nordhorn zum Helden, indem er Gefahr witterte – und damit wahrscheinlich viele Menschenleben rettete. Und im Landkreis Rotenburg schepperte ein Gemüselaster in einen Graben. Offenbar war der Fahrer abgelenkt, teilte die Polizei mit. Zu einem Einsatz kam es auch für die Polizei in Bremen – ein Streit mit Machete und Samuraischwert musste hier unterbunden werden. * kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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