Prüfung der Doktorarbeit von Ursula von der Leyen dauert an

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Plagiatsjäger werfen Ursula von der Leyen Regelverstöße in ihrer Doktorarbeit vor. Foto: M. Kappeler

Hannover - Gut drei Monate nach dem Start der Prüfung von Ursula von der Leyens umstrittener Doktorarbeit liegt noch kein Ergebnis vor. Die Ende September von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) eingesetzte Kommission für Gute Wissenschaftliche Praxis treffe sich etwa einmal pro Woche, sagte MHH-Sprecher Stefan Zorn der dpa. Das Gremium tage autark und könne externe Gutachten hinzuziehen.

Plagiatsjäger werfen der Verteidigungsministerin und CDU-Politikerin schwere Regelverstöße in ihrer 1990 erschienenen medizinischen Doktorarbeit vor. Auf der Internetseite Vroniplag Wiki ist von Plagiatsfundstellen auf 27 von 62 Seiten der Dissertation die Rede. Von der Leyen streitet die Vorwürfe ab und bat ihre frühere Hochschule selbst im August, um eine Überprüfung der Arbeit.

In der Vergangenheit sahen sich zahlreiche Politiker mit Plagiatsaffären konfrontiert. Der damalige Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) trat 2011 kurz nach Entzug seines Doktortitels zurück. Annette Schavan (CDU) erklärte 2013 ihren Rücktritt als Bundesbildungsministerin, nachdem die Universität Düsseldorf ihren Doktortitel aberkannt hatte.

VroniPlag zur Dissertation

MHH-Pressemitteilung zur Überprüfung der Doktorarbeit

Empfehlung "Gute wissenschaftliche Praxis an deutschen Hochschulen" der Hochschulrektorenkonferenz von 2013

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