Entstandener Schaden von 550.000 Euro

Prozess nach Brandstiftung in Flüchtlingsunterkunft

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Ab Mittwoch muss sich ein 17-Jähriger vor dem Amtsgericht Winsen (Luhe) verantworten. 

Winsen - Weil er aus Unzufriedenheit seine Unterkunft angezündet haben soll, muss sich von Mittwoch an ein 17 Jahre alter Flüchtling vor dem Amtsgericht Winsen verantworten.

Dem Jugendlichen wird besonders schwere Brandstiftung vorgeworfen, wie das Gericht am Montag mitteilte. Der Afghane soll die ehemalige Turnhalle in Winsen (Luhe) im vergangenen April mit einer selbstgebauten Fackel in Brand gesetzt haben. Rund 200 Feuerwehrleute konnten nicht verhindern, dass der alte Backsteinbau zerstört wurde. Erste Löschversuche soll der 17-Jährige behindert haben.

Brandstiftung im Wesentlichen eingeräumt

  „Die Staatsanwaltschaft nimmt als Motiv des Angeklagten die von ihm zuvor geäußerte Unzufriedenheit über seine Unterbringungs- und Betreuungssituation an", teilte die Gerichtssprecherin mit. Die Brandstiftung habe der 17-Jährige bei seiner Vernehmung im Wesentlichen eingeräumt. Insgesamt entstand laut Gericht ein Sachschaden von rund 550.000 Euro. Menschen wurden nicht verletzt. Die übrigen 24 Bewohner der Unterkunft - wie der Angeklagte unbegleitete Minderjährige - wurden in anderen Einrichtungen des Landkreises Harburg untergebracht. Bis zum 14. September sind fünf Verhandlungstermine angesetzt. Das Verfahren vor dem Jugendschöffengericht wird nicht öffentlich sein, weil der Angeklagte minderjährig ist.

dpa

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