Sechs Fälle stehen zur Verhandlung

Prozess wegen gesprengter Geldautomaten

Lüneburg - Die Sprengung von Geldautomaten in Norddeutschland wird einem 38-Jährigen vorgeworfen. Der Mann muss sich von Freitag an vor dem Landgericht Lüneburg verantworten.

Zwischen August und November 2014 soll er in Bendestorf, Brackel, Unterlüß, Wriedel, Golmbach und Hamburg ein Gasgemisch in die Automaten von Sparkassen und Banken geleitet und sie gesprengt haben. In einem der sechs Fälle soll es beim Versuch geblieben sein.

Der 38-Jährige soll dabei Bargeld in Höhe von insgesamt rund 227.000 Euro erbeutet haben. Gegen einige seiner mutmaßlichen Komplizen wird gesondert verhandelt, andere blieben nach Angaben einer Gerichtssprecherin unerkannt. Der Sachschaden beläuft sich laut Anklage auf rund 365.000 Euro. In zwei Fällen war das in den Automaten befindliche Geld verbrannt. Außerdem geht es um den Diebstahl eines Wagens, der später als Tatfahrzeug genutzt wurde.

Die Anklage lautet auf Herbeiführen eine Sprengstoffexplosion und Diebstahl in einem besonders schweren Fall. Die Kammer hat insgesamt sechs Verhandlungstermine angesetzt, das Urteil könnte am 15. November fallen.

dpa

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Geldautomaten-Sprengung verursacht Millionenschaden

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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