Prozess in Hannover

Verteidigung fordert siebeneinhalb Jahre Haft für Säure-Attacke 

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Der Angeklagte vor Gericht. Ihm wurde eine Persönlichkeitsstörung attestiert. 

Hannover - Im Fall um die Säure-Attacke auf eine junge Frau hat die Verteidigung am Donnerstag auf schwere Körperverletzung plädiert. Am Landgericht in Hannover forderte sie siebeneinhalb Jahre Haft. 

Wie schon die Anklage sah die Verteidigung den angeklagten versuchten Mord nicht als erwiesen an.

Es handele sich um eine außergewöhnliche grausame Tat, betonte der Verteidiger. Allerdings sei nicht klar, ob es dem 33 Jahre alten Angeklagten bewusst gewesen sei, dass er sein Opfer dauerhaft entstellt. Eigentlich müsse er therapiert und in die Psychiatrie eingewiesen werden. Dafür hatte ein psychiatrischer Sachverständiger keine Grundlage gesehen, er hatte den Angeklagten für schuldfähig befunden, ihm aber eine Persönlichkeitsstörung attestiert. Die Anklage hatte zuvor 12 Jahre Haft gefordert.

In seinem letzten Wort entschuldigte sich der Angeklagte unter Tränen bei seinem Opfer. "Es tut mir leid", sagte er. Ebenfalls entschuldigte er sich bei seinen Eltern und den Eltern der 27-Jährigen. Eine frühere Freundin, mit der er ein kleines Kind hat, bat er, den gemeinsamen Sohn mit ihrem neuen Partner großzuziehen, sein Sohn solle ihn nie kennenlernen. Die junge Frau brach darauf im Zuschauerraum in heftiges Schluchzen aus. Das Urteil wurde am Nachmittag erwartet.

dpa

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