Prozess in Hannover

Anklage fordert für Säure-Attacke auf Ex-Freundin zwölf Jahre Haft

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Der Angeklagte versteckt sich hinter einem Ordner.

Hannover - Im Prozess um eine Säure-Attacke auf eine junge Frau in Hannover hat die Staatswaltschaft zwölf Jahre Haft für den angeklagten 32-Jährigen verlangt.

Prozess nach Säure-Attacke

Der Mann habe die Absicht gehabt, seine 27-jährige Ex-Freundin dauerhaft zu entstellen und habe seine Tat eiskalt umgesetzt, sagte der Staatsanwalt in seinem Plädoyer am Donnerstag im Landgericht Hannover. Dass er die Frau umbringen wolle, sei ihm aber nicht nachzuweisen - deswegen rückte die Anklage vom Vorwurf des versuchten Mordes ab und plädierte nur auf eine Verurteilung wegen schwerer Körperverletzung.

Nebenklägeranwalt Matthias Waldraff, der das Opfer vertritt, schloss sich der Strafforderung an. Binnen Sekunden habe der Angeklagte das Leben der jungen, lebensfrohen Frau mit einer feigen Tat ausgewischt. Stündlich leide die 27-Jährige unter den Folgen der Tat, in den kommenden fünf bis sieben Jahren müsse sie mit weiteren Operationen rechnen. Unter Tränen verfolgte die für ihr Leben entstellte Frau die Plädoyers.

dpa

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