Verteidiger plädiert auf Freispruch

Staatsanwalt fordert lebenslange Haft für Mord im Lovemobil

Hildesheim - Im Prozess um den Mord an einer Prostituierten bei Peine hat die Staatsanwaltschaft eine lebenslange Freiheitsstrafe für den Angeklagten gefordert.

Dem 30-Jährigen aus Salzgitter wird vorgeworfen, die Ungarin im November 2016 in einem sogenannten Lovemobil getötet und anschließend ihre Tageseinnahmen und ein Handy gestohlen zu haben. Der Mann muss sich seit Anfang Dezember vor dem Landgericht Hildesheim verantworten. 

Zunächst hatten die Ermittler irrtümlich einen anderen Kunden der Frau verhaftet. Erst während des Prozesses gegen den 45-Jährigen kam die Wende - er wurde freigesprochen. Der Verteidiger des neuen Angeklagten plädierte am Mittwoch auf Freispruch, wie ein Gerichtssprecher sagte. Der Rechtsanwalt sah keine ausreichende Nachweismöglichkeit des Mordvorwurfs.

Anklage basiert auf Aussage des Freundes

Die Anklage basiert unter anderem auf der Aussage eines damaligen Freundes des 30-Jährigen, der nach eigener Aussage während der Tat in dem Wohnwagen auf dem Parkplatz wartete. Zudem wurde DNA des Angeklagten unter den Fingernägeln der Getöteten gefunden. 

Der 30-Jährige streitet den Mord seit seiner Festnahme ab. In seinem Schlusswort nach den Plädoyers erklärte er, die Tat nicht begangen zu haben. Der Nebenkläger, der den Bruder des Opfers vertritt, schloss sich der Forderung der Staatsanwaltschaft nach einer lebenslangen Freiheitsstrafe an. Das Urteil soll am kommenden Mittwoch (17.1.) verkündet werden.

dpa

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Rubriklistenbild: © dpa-avis/Peter Steffen

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