Prozess in Hannover

47-Jährige nach Tod von Ex-Freundin verurteilt

Hannover - Im Prozess um den gewaltsamen Tod einer 67-Jährigen in Hannover ist die ehemalige Lebensgefährtin zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Das Landgericht Hannover sprach die 47-Jährige am Montag der vorsätzlichen Körperverletzung schuldig. Sie muss 800 Euro zahlen.

Die Anklage hatte zunächst auf Totschlag gelautet. Am ersten Prozesstag war die 47-Jährige jedoch aufgrund eines überraschenden neuen rechtsmedizinischen Gutachtens aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Demnach stammten die tödlichen Verletzungen des Opfers nicht aus der Tatnacht, sondern waren mindestens drei Tage alt.

Der Angeklagten seien konkrete Körperverletzungen in der Nacht zum Ostersamstag zur Last gelegt worden, sagte Gerichtssprecher Stephan Loheit. Diese seien aber nicht tödlich gewesen. Über drei Tage ältere Verletzungen, die letztendlich zum Tode geführt hatten, konnte die Kammer deshalb nicht urteilen. Deshalb sei die Anklage wegen Totschlags fallen gelassen worden. Die beiden Frauen hatten in der betreffenden Nacht zunächst zusammen Bier und Schnaps getrunken und waren dann in Streit geraten. Nach Aussage der Angeklagten hatte es wie schon zuvor tätliche Auseinandersetzungen zwischen ihr und ihrer Ex-Freundin gegeben.

Die 47-Jährige hatte nach Auffassung des Gerichts ihre ehemalige Lebensgefährtin erheblich geschlagen. In der Nacht hatte die Angeklagte die 67-Jährige dann plötzlich regungslos auf dem Balkon liegen gesehen. Nachbarinnen riefen später den Notarzt. Die Kammer folgte mit dem Urteil den Forderungen der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte ebenfalls eine Geldstrafe angeregt.
dpa

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