Vorwurf wiegt schwer

Frau erdrosselt und Leiche versteckt: Tochter bestreitet Tat

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Die Angeklagte wird am 17.10.2013 von einem Justizbeamten (r.) in einen Gerichtssaal des Landgerichts Göttingen (Niedersachsen) geführt. Rechtsanwalt Marc Hainski (l.) empfängt sie. Zum Auftakt des Prozesses um den Mord an ihrer Mutter in Einbeck hat die angeklagte Tochter alle Vorwürfe bestritten.

Göttingen - Der Vorwurf wiegt schwer: Eine 58-Jährige aus Einbeck soll ihre alte kranke Mutter aus Habgier ermordet haben. Zum Prozessauftakt in Göttingen bestritt die Angeklagte alle Vorwürfe.

Weil sie es angeblich auf 30 000 Euro abgesehen hatte, soll eine Frau aus Einbeck (Kreis Northeim) ihre alte kranke Mutter mit einem Abdichtband erdrosselt haben. Zudem wurde dem Opfer eine Plastiktüte über den Kopf gezogen und festgezurrt. Die Staatsanwaltschaft wirft der 58-Jährigen in dem am Donnerstag begonnenen Prozess heimtückischen Mord aus Habgier vor. Die Leiche der 83 Jahre alten Mutter war nach tagelanger Suche unter Gerümpel in einer Garage auf dem Grundstück der Familie in Einbeck entdeckt worden.

Am Donnerstag wies die Angeklagte vor dem Landgericht Göttingen in einer vom Verteidiger verlesenen Erklärung alle Vorwürfe zurück. Sie habe ihre Mutter nicht getötet und wisse auch nicht, wer für das Verbrechen verantwortlich ist. Laut Anklage wollte die 58-jährige langzeitarbeitslose Bürohelferin durch den Mord an ihrer Mutter verhindern, dass ihr einziger Bruder das ihm testamentarisch zugedachte Bargeld erhielt. Sie habe das Versteck in den Räumen der alten Frau gekannt und das Geld nach der Tat an sich gebracht. Wo die gehbehinderte Frau umgebracht wurde, konnte die Polizei nicht feststellen.

Der Leiter der Mordkommission sagte, es könne im Wohnhaus gewesen sein, in dem Mutter und Tochter gemeinsam gelebt haben, aber auch auf einem Innenhof oder in der Garage, in der die Leiche der 83-Jährigen im April dieses Jahres gefunden wurde. Zuvor hatten Einsatzkräfte tagelang vergeblich nach der von ihrer Tochter als vermisst gemeldeten 83-Jährigen gesucht. Die Angeklagte ließ zumeist ihren Verteidiger sprechen. Demnach herrschte zwischen ihr und der Mutter zwar kein liebevolles Verhältnis. Es habe aber auch keine größeren Streitigkeiten gegeben, die zu einer Eskalation hätten führen können. Der Leiter der Mordkommission sagte vor Gericht, es gebe keine Anhaltspunkte dafür, dass jemand anderes als die 58-Jährige als Täter in Betracht komme. Der Prozess soll am 30. Oktober fortgesetzt werden. dpa

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