Für unbewohnbar erklärt

Problemhäuser im Wollepark sind verriegelt

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Matratzen liegen am 01.11.2017 in Delmenhorst (Niedersachsen) im Wohnviertel "Wollepark" vor einem Wohnblock.

Delmenhorst - Die beiden Hochhäuser ohne Wasser und Gas im Delmenhorster Brennpunktviertel Wollepark sind seit Mittwoch verriegelt. Die Stadt hatte die Gebäude mit 80 Wohnungen zuvor wegen Mängel für unbewohnbar erklärt. Es seien keine Mieter mehr vorgefunden worden, sagte ein Sprecher der Stadt.

Städtische Mitarbeiter überprüften über Stunden, ob alle ehemaligen Bewohner die Wohnungen tatsächlich verlassen hatten. Handwerker tauschten die Schlösser an den Eingangstüren aus, Zettel informieren in mehreren Sprachen über die Maßnahme.

Ein Schreiben der Stadt Delmenhorst mit dem Hinweis, dass der Zugang zum Gebäude geschlossen ist.

In den beiden Häusern lebten ursprünglich rund 350 Frauen, Männer und Kinder. Inzwischen fanden sie andere Bleiben oder verließen Delmenhorst. In einer Notunterkunft seien derzeit noch 28 Menschen untergebracht, so der Sprecher. Wegen nicht bezahlter Rechnungen hatten die Stadtwerke den Bewohnern Ende April das Gas abgedreht. Mitte Mai folge eine Wassersperre. Grund waren Außenstände in Höhe von 130.000 Euro, zwischenzeitlich betrugen die Schulden sogar rund 180.000 Euro.

Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass sich die Häuser  nicht mehr sanieren lassen. Sie würde deshalb einen Abriss begrüßen, sagte der Sprecher. Wegen der komplizierten Eigentumsrechte sei aber nicht absehbar, ob dies geschehen werde.

dpa

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