Nach Attacke in Cloppenburg

Polizisten verprügelt - acht Monate Haft für 25-Jährigen

Cloppenburg - Weil er einen Polizisten angespuckt und verprügelt hat, ist ein 25-Jähriger am Freitag zu acht Monaten Haft verurteilt worden. Das Cloppenburger Amtsgericht sprach den Mann wegen Körperverletzung, Beleidigung und Widerstands gegen Polizeibeamte schuldig.

Der Angeklagte hatte am 14. Februar dieses Jahres einen Kontaktbeamten in der Cloppenburger Innenstadt bespuckt und zusammengeschlagen. Kontaktbeamte sind uniformierte Polizisten, die besonders geschult sind und in eigenen Büros in Innenstädten ihren Dienst verrichten. Sie bieten Hilfe an, wenn sie gebraucht werden, achten aber auch auf die Einhaltung von Regeln und Gesetzen.

Beamter gilt als besonders hilfsbereit

Der Polizist gilt als besonders hilfsbereit und umsichtig. Das interessierte den Angeklagten aber nicht. Er fuhr am Tattag mit dem Fahrrad durch die Innenstadt. Höflich hatte der Beamte den jungen Mann darauf hingewiesen, dass er sein Rad in der Fußgängerzone schieben muss. 

Die Reaktion des Cloppenburgers: Er bespuckte den Ordnungshüter und fuhr davon. Der Polizist war gerade dabei gewesen, seine Jacke zu säubern, als der Angeklagte zurückkehrte. Er stieg vom Fahrrad und schlug den Mann zusammen. Zeugen der bösartigen Attacke alarmierten sofort die Kollegen des Beamten. Fünf Polizisten waren nötig, um den 25-jährigen Schläger zu überwältigen.

Angeklagter bereits vorbestraft

Der vorbestrafte Angeklagte war bisher lediglich zu Geldstrafen verurteilt worden. Nun sollte es das erste Mal in den Knast gehen. Die Staatsanwaltschaft hatte acht Monate gefordert. Weil dies die erste Haftstrafe sein sollte, konnte sich die Anklagebehörde allerdings die Aussetzung zur Bewährung vorstellen.

Doch das kam für das Gericht überhaupt nicht infrage. Grund dafür war der Umstand, dass der Angeklagte den Cloppenburger Kontaktbeamten schon einmal angegriffen hatte. Im Gefängnis soll der 25-Jährige nun über das Unrecht seiner Tat nachdenken und lernen, dass man keine Polizisten bespuckt und schlägt, sonst wandert er wieder hinter Gitter.

wz

Rubriklistenbild: © dpa

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