Seehundstation zuständig

Touristen sollen Notruf 110 nicht wegen Seehunden blockieren

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Oli 9 war der erste Heuler der Saison 2016. Die Seehundstation in Norddeich kümmert sich um verlassene Jungtiere.

Osnabrück - Touristen in Niedersachsen haben im vergangenen Sommer über 600 Mal den Notruf 110 oder 112 gewählt, weil sie einen vermeintlich verwaisten jungen Seehund am Strand entdeckt hatten.

Die beunruhigten Urlauber blockierten damit die Notrufleitungen, wie die Polizei in Osnabrück am Mittwoch mitteilte. Strandspaziergänger in Niedersachsen, die Sorge um ein Tier haben, sollten sich stattdessen an die Seehundstation in Norddeich wenden, baten die Beamten. Die speziell geschulten Helfer sind unter der Telefonnummer 04931/973330 erreichbar.

Im Juni werden bei den Seehunden die meisten Jungtiere geboren. Während die Mutter auf Nahrungssuche ist, liegt der Nachwuchs auch alleine am Strand. Schaulustige sollten so ein Tier nicht anfassen, erklärte der Leiter der Seehundstation Nationalpark-Haus in Norddeich, Peter Lienau. 

Ansonsten könnte das Muttertier nämlich flüchten oder sich nicht mehr zu seinem Jungtier zurücktrauen. „Dann ist im schlimmsten Fall ein Heuler entstanden.“ Ab Ende August sind Jungtiere dann in der Regel allein überlebensfähig.

dpa

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