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Polizei: Niedersachsen setzt mehr Kontaktbeamte ein

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Von: Johannes Nuß

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Ein Kontaktbeamter der Polizei steht auf einer Straße vor einer Schule im hannoverschen Stadtteil Linden-Nord (Niedersachsen).
In Niedersachsen sind zukünftig mehr Kontaktbeamte der Polizei im Einsatz. (Archivbild) © Holger Hollemann/dpa

In Niedersachsen sind zukünftig mehr Kontaktbeamte der Polizei im Einsatz – auf Märkten oder an Schulen. Zu mehr Polizeipräsenz auf der Straße führt das aber wohl nicht.

Hannover – Innerhalb von drei Jahren wird das Innenministerium in Niedersachsen die Anzahl der Kontaktbeamten der Polizei im Land nahezu verdoppeln. Wie es in einem Bericht der dpa heißt, stieg die Zahl der Kontaktbeamten landesweit von 121 im Jahr 2019 auf 212 bis zum Oktober 2021. Bis Ende 2022 sollen noch rund 20 weitere Stellen hinzukommen und der Zuwachs dann abgeschlossen sein.

Mehr Kontaktbeamte bei Polizei Niedersachsen: Ansprechpartner in Stadtteilen, Kiezen und auf dem Land 

Kontaktbeamtinnen und Kontaktbeamte der Polizei sind in Stadtteilen, Kiezen und auf dem Land unterwegs, um Bürgerinnen und Bürgern als Ansprechpartner zu dienen. Um den Kontaktbereichsdienst zu stärken, hatten die Polizeidirektionen den Angaben zufolge zuletzt mehr Personal erhalten, als für den Ausgleich von Pensionierungen und Abgängen nötig gewesen wäre.

Die Kontaktbeamtinnen und Kontaktbeamten sind etwa auf Wochenmärkten, Volksfesten, in Wohnvierteln oder an Schulen unterwegs und sollen bei Problemen oder Konflikten Ansprechpartner für Bürgerinnen und Bürger sein. Zudem leisten sie auch Präventionsarbeit, stellen Straftaten fest und ermittel. Der Stellenzuwachs bei den Kontaktbeamten geht laut Innenministerium auf eine Neustrukturierung der niedersächsischen Polizei zurück, die Innenminister Boris Pistorius (SPD), der gerade erst das Tragen des Davidstern auf Corona-Demos hat verbieten lassen, im September 2019 angekündigt hatte.

Mehr Kontaktbeamte bei Polizei Niedersachsen: Offenes Ohr für das, was die Menschen vor Ort bewegt

Die sechs Polizeidirektionen Braunschweig, Göttingen, Hannover, Lüneburg, Oldenburg und Osnabrück sollen laut Innenministerium eine Mindestanzahl an Kontaktbeamten in ihren Zuständigkeitsbereichen einsetzen, die sich an der Einwohnerzahl orientiert. Die genaue Verteilung kann variieren – jedes Polizeikommissariat in Niedersachsen soll demnach aber mindestens einen Kontaktbeamten einsetzen. Auch wie die Ordnungshüter unterwegs sind, ob mit E-Bike, Polizeiauto oder als Fußstreife, ist von Ort zu Ort verschieden.

Sie gehen aktiv auf die Bürgerinnen und Bürgern zu, sind ansprechbar für alle Fragen rund um die polizeiliche Arbeit und haben darüber hinaus stets ein offenes Ohr.

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD)

Innenminister Pistorius sagte, die eingesetzten Kontaktbeamten seien hoch qualifiziert und gingen mit großer Motivation an die Arbeit. „Sie gehen aktiv auf die Bürgerinnen und Bürgern zu, sind ansprechbar für alle Fragen rund um die polizeiliche Arbeit und haben darüber hinaus stets ein offenes Ohr für das, was die Menschen vor Ort bewegt“, sagte Pistorius. Insbesondere bei Gesprächen an Schulen und Jugendzentren bekämen Kinder und Jugendliche so über die Beamten ein Bild von der Arbeit der niedersächsischen Polizei. „Das ist für mich ein großer gesellschaftlicher Gewinn“, sagte Pistorius.

Mehr Kontaktbeamte bei Polizei Niedersachsen: Gewerkschaft fordert weiteres Personal für die Straße

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) begrüßte den Stellenzuwachs. Landesvorsitzender Dietmar Schilff betonte aber auch, dass die Arbeit der Kontaktbeamten nicht in erster Linie darin bestehe, die Polizeipräsenz auf der Straße sichtbar zu erhöhen. Sie leisteten vielmehr Präventionsarbeit und seien Anlaufstelle bei Konflikten.

„Gleichzeitig ist es für das Sicherheitsempfinden der Bürgerinnen und Bürger aber ebenfalls wichtig, dass die Polizeipräsenz insgesamt auf den Straßen erhöht wird“, sagte Schilff. „Hierzu brauchen wir mit Blick auf eine zunehmende Einsatzbelastung weiterhin mehr Personal, das auch in der Fläche öffentlich sichtbar ist“. (mit Material der dpa) * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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