Jahreswechsel 2017/18

Erhöhte Polizeipräsenz gegen Silvester-Straftaten

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Hannover/Bremen - Erhöhte Wachsamkeit gilt für die Polizei in Niedersachsen und Bremen zum Jahreswechsel: In der Silvesternacht wollen die Ordnungshüter verstärkt auftreten, um schnell auf mögliche Zwischenfälle zu reagieren.

Hintergrund sind die massenhaften sexuellen Übergriffe vor zwei Jahren in Köln. Damals waren in der Silvesternacht zahlreiche Frauen bedrängt und teilweise beraubt worden, überwiegend von Gruppen alkoholisierter junger Männer aus Maghreb-Staaten. Die Vorfälle hatten weltweit für Entsetzen gesorgt und die Debatte über die Asylpolitik der Bundesregierung verschärft.

Als Konsequenz aus den Übergriffen in Köln hatte die Polizei dort angekündigt, stärker als Schutzmacht aufzutreten. Nachts sollten Beamte mit Leuchtbekleidung sofort als Ansprechpartner erkennbar sein. Daher will die Polizei auch in Hannover zur Prävention mehr Präsenz zeigen, vor allem im Innenstadtbereich. „Oberste Priorität des Silvestereinsatzes hat das Verhindern von Straftaten und das konsequente Verfolgen von Straftaten“, sagte Polizeisprecherin Martina Stein. Insbesondere sollte aber auch den friedlich feiernden Menschen ein Gefühl der Sicherheit vermittel werden.

Die Polizeiinspektion Göttingen rechnet mit der „einsatzintensivsten Nacht des Jahres“. Wegen der angespannten Sicherheitslage sollen neben eigenen Kräften auch Beamte der Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen in der Göttinger Innenstadt unterwegs sein. Dort hatte sich in den vergangenen Jahren bis zu 1000 Menschen auf dem Marktplatz versammelt. Weil dabei vielfach Feuerwerkskörper nicht sachgemäß abgebrannt wurden, hat die Stadt dies im Innenstadtbereich verboten. Auch die Polizeidirektion Lüneburg hat sich auf die Silvesternacht eingestellt, um bei Bedarf einzugreifen.

Die Bremer Polizei hat bestimmte neuralgische Punkte wie die Innenstadt und den Hauptbahnhof besonders im Blick und will dadurch rechtzeitig gefährliche Situationen durch größere Menschenansammlungen erkennen. Die Polizei rät außerdem: Wer sich bedroht oder körperlich bedrängt fühlt, sollte durch lautes Schreien auf sich aufmerksam machen und Unbeteiligte zur Hilfeleistung auffordern. Auch sollte über 110 ein Notruf an die Polizei gehen, auch bei verdächtigen Beobachtungen.

dpa

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