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Polizei Niedersachsen: Betrüger schreiben nun auch WhatsApp-Nachrichten

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Von: Johannes Nuß

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Nicht selten versuchen Betrüger per Telefon Geld zu erbeuten. Jetzt warnt das LKA Niedersachsen vor einer neuen Masche, denn die Täter werden aktiver.

Hannover/Rotenburg – Betrugsversuche über das Telefon sind nichts Neues. In der Vergangenheit haben sie in Niedersachsen aber wieder deutlich zugenommen. Das teilte das Landeskriminalamt Niedersachsen (LKA) der Nachrichtenagentur dpa mit. Bekannt sind vor allen Dingen Betrugsmaschen, bei denen sich die Kriminellen als Bekannte ausgeben und dringend Geld benötigen. Nicht selten fallen Opfer auf diese Masche rein. Doch nun warnt das LKA in Niedersachsen vor einer neuen Betrugsmasche. Genutzt wird dafür der beliebte Messenger-Dienst „WhatsApp“ von Meta.

Polizei Niedersachsen: Betrüger schreiben nun auch WhatsApp-Nachrichten

Wie das LKA weiter mitteilte, sollen die Betrugsfälle in Niedersachsen im vergangenen Monat März stark zugenommen haben. Die Zahl der versuchten und begangenen Taten habe im oberen dreistelligen Bereich gelegen – und bei einer Schadenssumme von über 400.000 Euro. Im Januar und Februar waren demnach die Zahlen im Vergleich zum Dezember 2021 teils drastisch zurückgegangen.

Die Anwendung von WhatsApp auf einem iPhone 12.
Die Polizei in Niedersachsen warnt vor einer neuen Betrugsmasche von Verbrechern über den Messenger-Dienst „Whatsapp“. © Christoph Dernbach/dpa

Betrug bei WhatsApp: Kriminelle nutzen Opfer aus und erbeuten Geld

Dem LKA ist die neue Betrugsmasche via Messenger-Dienst WhatsApp bereits seit Mitte des vergangenen Jahres bekannt. Seitdem wurden die Zahlen rückwirkend bis Anfang vergangenen Jahres erhoben. Demnach gab es seit der Jahresmitte einen kontinuierlichen Anstieg der Fälle. Zum Jahresende habe die Zahl im dreistelligen Bereich gelegen. In knapp 30 Prozent der Fälle seien die Täter erfolgreich gewesen, hieß es. Der Schaden lag demnach bei etwas über 200.000 Euro.

Zahlen zum Telefonbetrug werden in der polizeilichen Kriminalstatistik nicht einzeln erfasst. Weil die Polizei für die Daten auf nicht vollständige Zahlen aus einem internen Bearbeitungssystem zurückgreifen muss, gelten sie nur als Richtwert.

Betrug per Whatsapp: Polizei Niedersachsen stellt Fälle unter anderem in Rotenburg fest

Die Polizei stellte zuletzt etwa in den Landkreisen Celle, Hameln-Pyrmont, Wilhelmshaven und Rotenburg mehrere Fälle fest, bei denen die Betrüger ihre Opfer über WhatsApp kontaktierten. Oft hätten sich die Täter als Töchter oder Söhne ausgegeben und geschrieben, dass sie in Geldnot seien. Teilweise seien auch Gewinnspiele oder polizeiliche Ermittlungen vorgetäuscht worden. Die Täter zu ermitteln, sei schwierig, selbst wenn ihre Bankkonten bekannt seien. Die seien meist anonym, teilte etwa die Polizei Hameln-Prymont mit.

„Gibt sich jemand über Messenger-Dienste als Verwandter aus, sollte dies immer in einem persönlichen Telefonat überprüft werden“, warnte etwa die Polizei Celle. Das LKA rät zudem, nicht auf Betrugsnachrichten zu reagieren und sie mit Bildschirmfotografien für eine spätere Anzeige zu sichern. Auf keinen Fall sollte Geld auf unbekannte Konten überwiesen werden. (Mit Material der dpa) * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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