Polizeikontrollen

Radfahrer vs. Autofahrer: So verursachen Sie keinen Fahrradunfall

Wenn die Tage länger und wärmer werden, holen viele ihr Rad aus dem Winterschlaf. Dann teilen sich Radfahrer und Autos den wenigen Platz auf den Straßen. Unfälle sind fast unvermeidbar. Mit diesen Tipps wird das Risiko minimiert.

Die Polizei ist in Niedersachsen und weiteren Bundesländern unterwegs unter dem Motto: sicher.mobil.leben. Der Aktionstag soll Auto- und Radfahrer für die jeweils anderen Verkehrsteilnehmer sensibilisieren, hieß es aus dem Innenministerium. Verstöße werden weiterhin sanktioniert. Zudem sollen verschiedene Präventionsaktionen für mehr gegenseitige Rücksichtnahme werben.

Zum Hintergrund: 2020 starben auf Niedersachsens Straßen laut Angaben der Polizei 370 Menschen. 51 davon waren Fahrrad- oder Pedelec-Fahrer (umgangssprachlich auch E-Bike genannt). Laut Statistik seien dies 22 weniger als 2019. Trotz dieser - auch durch die Corona-Pandemie beeinflussten, positiven Entwicklung - dürfe nicht außer Acht gelassen werden, dass Fahrradfahrende weiterhin zu der Gruppe der schwächeren Verkehrsteilnehmenden gehörten, sagte Innenminister Boris Pistorius (SPD). „Sie haben eben, anders als Autofahrer, keine schützende Karosserie um sich herum.“

Auf Niedersachsen Straßen starben 2020 weniger Radfahrer.

Zudem seien nicht nur mehr Radfahrer auf den Straßen, sondern auch deutlich ältere Menschen auf erheblich schnelleren Rädern. Wegen der Veränderungen in der Verkehrsunfallstatistik* lege Niedersachsen bei der Verkehrssicherheits-Arbeit den Fokus auf Fahrräder, E-Bikes und Pedelecs, sagte Pistorius weiter. „Das Straßenbild hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert.“ Das habe auch zu mehr Unfallopfern in dieser Gruppe geführt.

Ein häufiger Grund für Unfälle: Radfahrer werden einfach übersehen*. Deshalb empfiehlt der ADAC: Kleiden Sie sich möglichst auffällig und schalten Sie bei Dämmerung und Dunkelheit das Licht am Rad an. Auch die weiteren Empfehlungen des Autoclubs sind einfach umzusetzen.

Rad vs. Auto: Fahrradfahrer sollten mitdenken

Ein Autofahrer kann nicht wissen, dass ein Radfahrer ohne Handzeichen zu geben abbiegen will. Radwege werden durch das blaue Schild gekennzeichnet. Diese müssen benutzt werden, und zwar nur in die zugelassene Richtung: Auch erfahrene Autofahrer rechnen meist nicht mit Geisterfahrern. Ein Fahren auf der Straße ist nur zulässig, wenn der Radweg unzumutbar ist. Dies kann eine Baustelle oder Glätte sein.

Pedalritter sollten für Pkw- und Lkw-Lenker mitzudenken: Nicht immer ist diesen klar, dass ihr Fahrzeug einen toten Winkel hat. Daher sollten die Radfahrer nicht im toten Winkel stehen. Bei Unfällen ist der Radfahrer weniger geschützt als ein Autofahrer.

Fahrrad vs. Auto: Besonderheiten für Pedelec-Fahrer

Für Pedelec-Fahrer gilt natürlich dasselbe wie für „klassische“ Radfahrer. Zusätzlich sollten die Nutzer aber noch einen weiteren Punkt beachten: Wegen der zusätzlichen Motorkraft und dem höheren Gewicht hat ein Pedelec andere Eigenschaften als ein normales Fahrrad. Dies hat spürbare Auswirkungen auf das Fahrverhalten und ist im Straßenverkehr eine nicht zu unterschätzende Gefahrenquelle. Beispielsweise unterschätzen Autofahrer die Geschwindigkeit. Beim Abbiegen auf eine Straße ist das Pedelec meist schneller da, als man es erwartet hat.

Die Fahrer sollten daher den sicheren Umgang in einem Pedelec-Training üben. Aufgrund der erhöhten Gefahren empfiehlt der ADAC, Pedelecs erst ab 16 Jahren zu nutzen. Auch viele lokale Fahrradhändler* geben passenden Tipps für den richten Umgang mit den unterschiedlichen Rädern. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Daniel Bockwoldt/dpa

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