Steueroasen

Politiker, Sportler und Könige: „Pandora Papers“ enthüllen Steuer-Skandal

Proteste in Santiago Pandora Papers.
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Weltweit protestieren Menschen gegen Amtsträger, die im Zusammenhang mit den Pandora Papers genannt werden.

Datenlacks offenbaren tausende Steueroasen die weltweit bekannte Persönlichkeiten zu ihrem Vorteil nutzen. Internationale Medien werteten die Unterlagen aus.

Ob Pep Guardiola, Tschechiens Ministerpräsident, die Staatschefs von Ecuador und Chile oder der jordanische König, die Liste ist lang. Die sogenannten „Pandora Papers“ enthüllen nun brisante Informationen, wie hunderte Politiker, Firmenvorstände, Profisportler und Amtsträger jahrelang Finanzdienstleister genutzt haben sollen, um ihr Vermögen und Wertgegenstände zu verstecken.

VeröffentlichungPandora Papers
Zeitrahmen1996 bis 2021
Veröffentlichung3. Oktober 2021
Umfang der Originaldaten2,49 Terabyte - 11,9 Millionen Dokumente

Internationale Medien werteten die aus rund 11,9 Millionen Dokumenten bestehenden Datenlacks aus und veröffentlichten diese. Australien, Tschechien und Großbritannien kündigten bereits Untersuchungen an. Auch Personen mit Nähe zum russischen Machtapparat werden in den Papieren genannt, aus Moskau werte man die „Pandora Papers“ jedoch als „unbewiesene Behauptungen“ und kündigte keine Maßnahmen an.

Jordaniens König taucht in Pandora Papes auf

Auf der Liste tauche unter anderem der Name von Jordanien König Abdullah II. auf. Er soll mehrere Millionen für Immobilien ausgegeben haben. Dabei habe er ein „umfassendes Netzwerk an Offshore-Konten genutzt, die seine Transaktionen tarnten“, schreibt die an der Recherche beteiligte Washington Post.

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Pep Guardiola-Berater bestätigt geheimes Bankkonto

Auch Manchester City Trainer Pep Guardiola soll eine spanische Steueramnestie genutzt haben, um ein geheimes Bankkonto in Andorra zu legalisieren. Das bestätigte Guardiolas Steuerberater, Lluis Orobitg, am Montag. Guardiola hatte demnach auf dem Konto in Andorra ein Guthaben von fast einer halben Million Euro gehabt, als er von der Steueramnestie 2012 Gebrauch machte, berichtete die spanische Zeitung „El País“.

Europäische Spitzenpolitiker unter Verdacht

Europäischen Spitzenpolitiker stehen ebenfalls unter Verdacht. So tauche auch der britische ex-Premierminister Tony Blair im Zusammenhang mit den Pandora Papers auf, genau wie der tschechische Ministerpräsidenten Andrej Babis. Die EU-Kommission äußerte sich jedoch noch nicht konkret zu konkreten Personalien.

Die Bundesregierung sieht in der Veröffentlichung der Daten einen weiteren Ansporn im Kampf gegen Steuerbetrug, erklärte Steffen Seiber, Regierungssprecher. Dabei verwies er auf das sogenannte Steueroasen-Abwehrgesetz der amtierenden Bundesregierung und betonte dabei, wie wichtig eine internationale Zusammenarbeit zur Bekämpfung dieser Probleme sei. *kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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