Entwicklungsvertrag unterzeichnet

Langfristige Sicherheit für Niedersachsens Hochschulen

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Auch die Universität in Göttingen profitiert von dem neuen Hochschulentwicklungsvertrag.

Hannover - Die rot-grüne Landesregierung hat den niedersächsischen Hochschulen finanzielle Planungssicherheit bis zum Jahr 2021 zugesichert.

Der am Dienstag in Hannover unterzeichnete neue Hochschulentwicklungsvertrag beinhaltet, dass die Landesmittel für die 20 staatlichen Unis und Hochschulen auf dem Niveau des Haushalts 2018 bleiben. Zudem übernimmt das Land höhere Personalkosten aus Besoldungs- und Tarifsteigerungen.

Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sprach von einer guten Entwicklung der Hochschulen seit Unterzeichnung des ersten Hochschulentwicklungsvertrages Ende 2013. Damals ging es darum, den Wegfall der Studiengebühren auszugleichen. Diese sogenannten Studienqualitätsmittel lagen 2016 bei 140 Millionen Euro.

„Die Studierendenzahlen sind angestiegen“, sagte Weil. Dies habe auch mit der Abschaffung der Studiengebühren zu tun. Im Wintersemester 2013/14 waren landesweit insgesamt 177.571 junge Frauen und Männer eingeschrieben, im Wintersemester 2016/17 bereits 204.895. Der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Jörg Hillmer, kritisierte: „Die staatliche Grundfinanzierung der Hochschulen pro Studierendem liegt in Niedersachsen inzwischen elf Prozent unter dem Niveau von 2013.“

Vorsitzender der Landeshochschulkonferenz zufrieden

Der Vorsitzende der Landeshochschulkonferenz, Wolfgang-Uwe Friedrich, zeigte sich als Sprecher der 20 staatlichen niedersächsischen Hochschulen mit dem neuen Vertrag zufrieden. Der Präsident der Uni Hildesheim forderte die Abgeordneten aller Landtagsfraktionen auf, ihm zuzustimmen. „Der Vertrag sichert unsere Arbeit bis zum Jahresende 2021“, betonte Friedrich. Im Gegensatz zu vielen Vorgängern habe die aktuelle Regierung die Unterstützung der Hochschulen ausgebaut. Laut Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic (Grüne) sind die Hochschuletats seit 2013 um rund 20 Prozent gestiegen.

Friedrich sagte, die Planungssicherheit sei unter anderem wegen der Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren wichtig. „Da erwarten wir einen Einbruch der Studierendenzahlen.“ Große Herausforderungen seien zudem die Sanierung von Gebäuden, die Initiative „MINT in Niedersachsen“ für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik sowie die Digitalisierungsoffensive an den Hochschulen.

dpa

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