Bessere Bezahlung und kürzere Arbeitszeiten

Philologen: Politik soll Lehrerberuf attraktiver machen

Goslar - Um weitere Unterrichtsausfälle durch Lehrermangel zu verhindern, soll die künftige Landesregierung den Lehrerberuf attraktiver machen. Das hat der Philologenverband Niedersachsen am Mittwoch zum Abschluss seiner Jahrestagung in Goslar gefordert.

Wichtig seien vor allem eine bessere Bezahlung und kürzere Arbeitszeiten. Die Verbesserung der Arbeitsbedingungen sei erforderlich, wenn der Lehrerberuf gegenüber der Wirtschaft wieder konkurrenzfähig werden und junge Menschen für diesen Beruf gewonnen werden sollen, heißt es in einer Erklärung des Philologenverbands. 

Vor allem Gymnasiallehrer arbeiteten derzeit im Schnitt deutlich länger als die gesetzlich für Beamte vorgesehenen 40 Wochenstunden. Ein wesentlicher Grund für die unzureichende Unterrichtsversorgung sei es, dass Studienabsolventen statt ans Gymnasium in die Wirtschaft gingen.

Studien-Absolventen in der Wirtschaft begehrt

Dort seien sie angesichts des Fachkräftemangels wegen ihres Wissens hoch begehrt. Weil das Land als Arbeitgeber auch wegen der relativ schlechten Bezahlung derzeit mit der Privatwirtschaft nicht konkurrieren könne, sei eine Zunahme des Lehrermangels zu befürchten, meinen die Philologen. 

Dem könnte eine bessere Besoldung der Lehrer um eine Gehaltsstufe entgegen wirken. Im Philologenverband, der in diesem Jahr sein 70-jähriges Bestehen feiert, sind mehr als 8000 Lehrkräfte organisiert, die vorwiegend an den gut 260 staatlichen und privaten Gymnasien in Niedersachsen unterrichten.

dpa

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