Auf öffentlichem WC

Pfefferspray-Streit wegen Kondomen – Mann zielt auch auf Baby

Ein Streit am Hauptbahnhof Hannover ist eskaliert. Erst schlägt einer der Beteiligten zu, die Gegenseite wehrt sich mit Pfefferspray. Alles wegen einer Kondomverpackung.

Hannover – Am Hauptbahnhof in Hannover ist es auf einer öffentlichen WC-Anlage zu einem kuriosen Streit zwischen zwei Paaren gekommen. Nachdem einer 33-jährigen Frau versehentlich eine Packung Kondome auf den Boden fiel, hätten sich eine 21-jährige Frau und ein 27-jähriger Mann mit einem einjährigen Baby abfällig über das andere Paar geäußert, teilte die Polizei Hannover am Donnerstag mit.

StadtHannover
Bevölkerung532.163
Fläche204 km²
Höhe55 m

Pfefferspray-Streit: Mann versucht noch zu deeskalieren

Daraufhin sei der Streit eskaliert. Eigentlich wollte der 49-jährige Partner der 33-jährigen Frau den Streit noch schlichten. Dabei habe der 27-jährige Mann mit Baby ihm jedoch ins Gesicht gespuckt. Daraufhin wehrte sich das andere Paar mit dem Einsatz von Pfefferspray, bei dem Mutter, Vater und sogar das Kind leichte Augenreizungen erlitten hätten, so die Polizei Hannover.

Ein Streit am Hauptbahnhof Hannover zwischen zwei Paaren ist wegen einer Packung Kondomen eskaliert.

Doch auch das Paar mit Baby, habe Pfefferspray mit sich geführt, was der Vater des einjährigen anschließend eingesetzt habe, nachdem er den Streit durch das Spucken und die abfälligen Kommentare wohl ausgelöst hatte. Es kam also zu einem gegenseitigen Schlagabtausch mit Pfefferspray. Nun werde wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt, zudem wurde eine Strafanzeige wegen Beleidigung gestellt.

Deutsches Gesetz: Spucken zählt als Beleidigung

In Deutschland fällt Spucken nicht unter das Strafregister der Körperverletzung, sondern unter Beleidigungen. Dafür seien Geldstrafen oder eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren vorgesehen. Sollte der Täter beispielsweise Corona haben und dann eine Person anspucken, könne die Tat jedoch wegen „des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung mittels der Beibringung von gefährlichen Stoffen“ doch nicht nur als Beleidigung gewertete werden. Dann könnten deutlich höhere Strafmaße fällig werden.

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Zudem komme in solchen Fällen der Verstoß gegen die in der Corona-Verordnung geregelte Pflicht zur Quarantäne als Ordnungswidrigkeit zu tragen und es wäre ein zusätzliches Bußgeld fällig. Ein kurioser Streit spielte sich auch in Gelsenkirchen ab, dort darf ein Nachbar nach einem Gerichtsurteil seine Nachbarin nicht mehr Rüdiger nennen. Ebenfalls in die Kategorie außergewöhnliche Streits fällt auch eine Auseinandersetzung um ein Hochzeitskleid, die letzten Endes ebenfalls vor Gericht endete. Bei einem Familienstreit in Groß Ippener mit acht Verletzten kam es ebenfalls zum Einsatz von Pfefferspray. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © dpa/Philipp Schulze

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