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Personalmangel in Behörden: Hilfe für Ukraine-Geflüchtete zeigt Missstände auf

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Von: Johannes Nuß

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Frauen und Kinder flüchten aus der Ukraine.
Immer noch kommen täglich Geflüchtete aus der Ukraine in Niedersachsen an. (Symbolbild) © Christoph Soeder/dpa

Aufgrund des Ukraine-Kriegs flüchten aktuell tausende Menschen nach Deutschland. Die Behörden in Niedersachsen stellt das vor Herausforderungen.

Hannover – Immer mehr Menschen flüchten aus der Ukraine vor den Wirren des Angriffskriegs von Wladimir Putin. Viele von ihnen kommen auch in Niedersachsen an, wo die steigende Zahl der Geflüchteten kommunale Verwaltungen vor heftige Herausforderungen stellt. Denn, es fehlt an allen Ecken und Enden Personal. Das wird besonders in der Ukraine-Krise deutlich, denn die Corona-Pandemie hat Spuren hinterlassen.

Personalmangel in niedersächsischen Behörden: Hilfe für Ukraine-Geflüchtete zeigt Missstände auf

Mit der Unterbringung und der Betreuung der Menschen seien derzeit verschiedene Behörden beschäftigt, sagte der Sprecher des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes. „Das verursacht zwar Aufwand und Kosten, aber alle tun ihr Bestes, um den Menschen bestmögliche Lösungen zu bieten.“ Dennoch: die Hilfe für Ukraine-Geflüchtete zeigt Missstände deutlich auf.

Die Koordination sei mitunter schwierig, da die Menschen auf verschiedenen Wegen nach Deutschland kommen und einige zunächst bei Bekannten wohnen. Derzeit sei nicht genau klar, wie viele Menschen aus dem Kriegsgebiet nach Deutschland und Niedersachsen flüchten. Der Sprecher verwies darauf, dass nicht nur ukrainische Geflüchtete Unterkunft und Hilfe brauchen, sondern auch Menschen aus anderen Ländern wie etwa Ortskräfte aus Afghanistan.

Personalmangel in niedersächsischen Behörden: besonders hohe Belastung bei Sozialdienst

Dem Niedersächsischen Beamtenbund zufolge ist die Situation für Beschäftigte etwa in den Kindergärten und Schulen herausfordernd. Dank der hohen Einsatzbereitschaft funktioniere es aber sehr gut. Eine besondere Belastung gibt es demnach im Sozialdienst, der traumatisierte Menschen aus den Kriegsgebieten in der Ukraine unterstütze. Nach Angaben werden etwa rund ein Drittel der Geflüchteten psychisch erkranken.

„Wir haben sehr viele Kinder und Jugendliche, die zu uns kommen, die Angst um ihre Väter haben, die in der Ukraine geblieben sind“, sagte der Sprecher der gewerkschaftlichen Spitzenorganisation. Mit Blick auf das Personal in den Einrichtungen sagte er: „Im Moment ist es so, dass alle Beteiligten wieder einmal bis an ihre eigene Belastungsgrenze gehen, um diese Situation so gut wie es geht zu managen.“

Personalmangel in niedersächsischen Behörden: Städtetag weist auf Engpässe in Ausländerbehörde hin

Der Personalmangel im öffentlichen Dienst macht sich dem Beamtenbund zufolge in Krisenzeiten besonders bemerkbar. Nur durch eine enorm hohe Arbeitsbereitschaft seien die Herausforderungen zu bewältigen. Er verwies darauf, dass vielerorts Ruheständler um Hilfe gebeten werden. „Dass wir nicht mehr in der Lage sind, solche Situationen mit dem vorhandenen Personal zu bewältigen, ist ein Trauerspiel“, so der Sprecher.

Der Niedersächsische Städtetag verwies auf personelle Engpässe in den Ausländerbehörden. Demnach stehen sie derzeit stark unter Druck. „Hannover ist kein Einzelfall, es gibt personelle Engpässe in fast allen Ausländerbehörden“, sagte Hauptgeschäftsführer Jan Arning jüngst der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“. Städtetagspräsident Frank Klingebiel (CDU) zufolge hat sich das Problem lange aufgebaut. „Es gibt keine Personalreserve mehr, seit Corona haben wir alle Instrumente ausgereizt“, sagte er der Zeitung. (Mit Material der dpa)

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