Fehlerhafte Einladungen

Corona-Panne in Niedersachsen: Impfeinladungen für junge, gesunde Menschen

Eine junge Frau wird geimpft.
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Panne bei der Impfeinladung für chronisch erkrankte Personen: Hunderttausende Briefe hat das Sozialministerium verschickt – darunter auch Briefe an gesunde Menschen.

Das Land Niedersachsen hat Hunderttausende Impfeinladungen für chronisch erkrankte Personen verschickt, doch auch junge, kerngesunde Menschen sollen einen Brief erhalten haben.

In Niedersachsen haben in den vergangenen Tagen Hunderttausende Bürger und Bürgerinnen eine Einladung für eine Corona-Schutzimpfung erhalten. Doch vereinzelt hatten auch junge, gesunde Menschen, die für eine Impfung noch nicht an der Reihe wären, Post im Briefkasten.

„Sollte es in Einzelfällen zu Benachrichtigungen von Personen gekommen sein, die keine entsprechenden Vorerkrankungen haben, bitten wir diese Niedersächsinnen und Niedersachsen herzlich, mit der Anmeldung zum Impftermin noch ein wenig zu warten“, sagt Anne Hage, Pressesprecherin des niedersächsischen Gesundheitsressorts. Die Reihenfolge der Impfungen in den Praxen werde zudem ausschließlich von den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten festgelegt.

Fehler bei Einladungen: Impfstoff nach wie vor knapp

Die Corona-Impfstoffe seien weiterhin knapp und es stehe derzeit weder in den Impfzentren noch in den Praxen ausreichend Impfstoff zur Verfügung, um alle berechtigten Personen sofort impfen zu können.

Grundlage für den Versand der Briefe war die geänderte Impfverordnung des Bundesgesundheitsministeriums. Diese ermächtigt die obersten Gesundheitsbehörden der Länder, die Krankenkassen mit der Information zu Impfungen der Versicherten zu beauftragen. Für die Auswahl der angeschriebenen Versicherten gibt es eine bundesweit einheitliche Vorgabe.

„Die Krankenkassen haben nach eigenen Angaben ausschließlich Personen angeschrieben, die aufgrund der vorliegenden Abrechnungsdaten zur Prioritätsgruppe 2 nach der Bundesimpfverordnung gehören und somit bereits impfberechtigt sind“, heißt es aus der Pressestelle des Gesundheitsressorts. Warum es trotzdem zu Fehlern kam und wie viele falsche Einladungen verschickt wurden, ist bislang unklar, teilte das Ministerium auf Nachfrage von kreiszeitung.de* mit und verwies darauf, dass die Krankenkassen für das Versenden von Impf-Einladungen für chronisch erkrankte Patienten und Patientinnen verantwortlich seien.

„Die Krankenkassen in Niedersachsen haben die Versicherten aufgrund der ihnen vorliegenden Diagnosedaten erhoben. Daher kann man von einem Irrtum nicht sprechen. Der Irrtum wird natürlich aufseiten der Angeschriebenen vermutet“ äußert sich Detlef Haffke
aus der Pressestelle der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen. Bei den Angeschriebenen handele es sich um Personen, bei denen von einem Krankenhaus oder einem niedergelassenen Arzt eine Diagnose gestellt und dokumentiert worden ist, die nach der aktuellen Impfverordnung zu einer Corona-Impfung berechtigt. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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