Große Hitze, viele Patienten: Notärzte haben viel zu tun

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Symbolbild

Osnabrück - Die Hitze hat den Freibädern am Wochenende viele Besucher beschert, etliche Menschen hatten aber auch Probleme mit der extremen Wärme. Die Notärzte waren zeitweise im Dauereinsatz.

Die große Hitze hat am Wochenende in Niedersachsen und Bremen vielen Menschen zu schaffen gemacht. „Es sind mehr Patienten mit Hitzeproblemen zu uns gekommen, als sonst“, sagte der Sprecher des Klinikverbunds Bremen, Daniel Goerke, am Sonntag.

In Schwagstorf bei Osnabrück kollabierten am Samstag 25 Erntehelfer auf einem Erdbeerfeld. „Bei diesem Wetter sollte man definitiv nicht in der prallen Sonne auf dem Feld arbeiten“, betonte der Chef der Notfallmedizin der Niels-Stensen-Kliniken, Ralf Siepe. Auch in die Notaufnahme der Medizinischen Hochschule Hannover kamen mehr Patienten. „Die Menschen trocknen aus, weil sie zu wenig trinken“, sagte der diensthabende Arzt Christoph Duesberg am Sonntag.

Es kämen immer mehr mit Darminfekten oder Verstopfung. Und etliche junge Leute hätten einen Kollaps erlitten, weil sie vor allem Alkohol getrunken hatten. Notärzte wurden in einigen Fällen auch in die prall gefüllten Freibäder gerufen. Auch die Mitarbeiter der Notaufnahmen in den Bremer Kliniken hatten am Wochenende deutlich mehr zu tun. In der Hansestadt waren es vor allem Menschen, die zu wenig getrunken hatten. „Die Älteren haben einfach das Durstgefühl nicht mehr. Da kann es schneller passieren, dass sie dehydrieren und Kreislaufprobleme kriegen.“

Der leitende Notarzt am Klinikum Osnabrück, Mathias Denter, sah hingegen die jüngeren Patienten als die eher unvernünftigen. „Ich habe den Eindruck, dass die Älteren vernünftiger geworden sind, ihre Aktivitäten einschränken und viel trinken.“ Gerade die Jüngeren würden aber oft glauben, nicht betroffen zu sein. Schon am Freitag habe seine Abteilung etliche Menschen aufnehmen müssen, die nach stundenlanger körperlicher Arbeit in der prallen Sonne kollabiert waren.
dpa 

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