Er verletzte einen Autofahrer bei seiner Flucht schwer

Zehneinhalb Jahre Haft für Drogenschmuggler

Osnabrück - Bei seiner Flucht vor der Polizei verletzt ein junger Mann einen Autofahrer so schwer, dass er um ein Haar stirbt. Der Täter muss nun eine mehrjährige Haftstrafe antreten - und in eine Entziehungsklinik.

Das Landgericht Osnabrück hat am Freitag einen Mann wegen des Schmuggels mit Rauschgift und besonders schweren Raubes zu einer Haftstrafe von zehn Jahren und sechs Monaten verurteilt. Die Kammer ordnete außerdem die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt an, sagte Gerichtssprecher Michael Hune.

Wegen einer Vorstrafe sei außerdem die spätere Anordnung einer Sicherungsverwahrung vorbehalten worden. Der 23-Jährige hatte bereits in der Vergangenheit jemanden mit einer Axt verletzt. Der Mann hatte vergangenen Dezember den Termin beim Haftrichter in Nordhorn zur Flucht genutzt, nachdem er beim Grenzübertritt mit 202 Gramm Cannabis und zwei Messern gefasst wurde. Die Drogen waren nach Überzeugung des Gerichts zum Eigenbedarf bestimmt gewesen. Bei der Flucht verletzte er einen Apotheken-Auslieferungsfahrer lebensgefährlich. Wegen der schweren Verletzungen seines Opfer lautete die Anklage noch auf versuchten Mord. Sein zum Tatzeitpunkt 61 Jahre altes Opfer lag im Koma und musste viele Monate lang stationär behandelt werden.

Die Beweisaufnahme hatte keine ausreichenden Hinweise darauf ergeben, dass der Verurteilte den Auslieferungsfahrer töten wollte. Der 23-Jährige hatte den Auslieferungsfahrer angegriffen, um das Auto als Fluchtfahrzeug zu bekommen. Mit seiner Handschelle hatte er massiv gegen den Kopf des 61-Jährigen geschlagen. Dieser hatte davon unter anderem ein offenes Schädelhirntrauma dritten Grades davongetragen. Seinem Opfer muss der Verurteilte 60.000 Euro Schmerzensgeld zahlen. dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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