Corona-Party in Osnabrück

250 Menschen feiern und tanzen trotz Corona - nächste Party schon angekündigt

Eine Discothek in Osnabrück ist wegen Verstößen gegen die Corona-Vorschriften dicht gemacht worden, die Zwangsschließung gilt bis Sonntag. Nun drohen dem Betreiber Konsequenzen. Für das kommende Wochenende steht die nächste Party an.

  • In Osnabrück ist eine Diskothek wegen massiver Corona-Verstöße geschlossen worden.
  • 250 Personen tanzten dort und missachteten die geltende Corona-Verordung.
  • Dem Betreiber droht nun ein empfindliches Bußgeld - die nächste Party ist schon geplant.

Osnabrück - Die Stadt Osnabrück und die Polizei Osnabrück haben in der Nacht auf Samstag Verstöße gegen die geltenden Corona-Vorschriften in einer Diskothek geahndet. Bei einer Kontrolle in einer Diskothek an der Neulandstraße waren den Mitarbeitern des Ordnungsamts und der Polizei die Regelverletzungen aufgefallen, heißt es in einer Meldung. Wie schon vor einigen Wochen in einem Club an der Pagenstecherstraße haben die Einsatzkräfte demnach dabei grobe Verstöße gegen die Hygienevorschriften während der Corona-Pandemie festgestellt.

Stadt:Osnabrück
Fläche:119,8 km²
Bevölkerung:164.748 (2019)
Oberbürgermeister:Wolfgang Griesert (CDU)

Anstelle einer Schankwirtschaft fanden die Einsatzkräfte eine Diskothek mit einer gut gefüllten Tanzfläche an der Neulandstraße vor. Laut noz.de handelt es sich bei dem betroffenen Club um das Gleis 3, Abstandregeln, die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung sowie Dokumentationspflichten blieben dabei offenbar vielfach außen vor. Sowohl der Betreiber als auch die Vielzahl der 250 Gäste seien alldem nicht nachgekommen, heißt es weiter.

Sozialvorstand bemängelt Ignoranz im Angesicht der Corona-Krise

„Hier wurden die in der Niedersächsischen Corona-Verordnung festgeschriebenen Regeln erneut ignoriert“, sagt Sozialvorstand Katharina Pötter von der Stadt Osnabrück. „Diese Ignoranz ärgert mich gerade in Anbetracht steigender Infizierten-Zahlen in der Altersgruppe der 19- bis 35-Jährigen enorm.“ Die Leiterin des städtischen Krisenstabes macht darüber hinaus deutlich: „Gerade die Bedingungen in Diskotheken sind ein idealer Nährboden für das Coronavirus, sich weiter auszubreiten. Deshalb ist ein solches Verhalten von Betreibern und Besuchern absolut inakzeptabel.“

In Osnabrück ist erneut ein Club negativ aufgefallen, weil dort gegen Corona-Regeln verstoßen wurde. (Symbolfoto)

Wegen der massiven Verstöße hat die Ordnungsbehörde der Stadt Osnabrück die Schließung des Betriebes bis Sonntag, 27. September, 24 Uhr angeordnet. Zudem wurden Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet, heißt es weiter. Der Betreiber der Diskothek muss nun mit einem Bußgeld von bis zu 25.000 Euro rechnen.

Auf Facebook wirbt der Betreiber des Clubs bereits seit Samstag wieder mit einer neuen Party an kommenden Wochenende. Gäste werden eingeladen, sich Tickets für die Party zu reservieren. Um einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken, planen Stadt und Polizei in Osnabrück weitere Kontrollen in den Clubs der Stadt.

„Wir hatten gehofft, dass unser Einsatz an der Pagenstecherstraße Ende August den schwarzen Schafen der Branche eine Lehre gewesen ist, aber bei manchen scheint es keinerlei Einsicht zu geben“, sagt Katharina Pötter. Sie betont, dass es Bürgerinnen und Bürgern, die ihren Alltag wegen der Corona-Pandemie einschränken, nicht zuzumuten ist, solch krasse Verstöße ungeahndet zu lassen und dadurch die Gefahr einer Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 in Kauf zu nehmen. Dasselbe gilt für die vielen Gastronomen und Gewerbetreibenden, die einen großen Aufwand betreiben, um Hygienekonzepte zu erstellen und umzusetzen. „Dass sie sich an die Regeln halten, darf kein Wettbewerbsnachteil sein.“

Rubriklistenbild: © Thalia Engel/dpa (Symbolbild)

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