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Orthodoxes Osterfest: Wie Ukrainer in Deutschland, Niedersachsen und Bremen feiern

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Von: Johannes Nuß

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Eine Person bemalt ein Ei mit geschmolzenem Wachs.
In vielen Gemeinden in Deutschland, Niedersachsen und Bremen werden dieses Jahr die Feierlichkeiten zum orthodoxen Osterfest größer ausfallen. Grund ist der Krieg in der Ukraine. © dpa

Das orthodoxe Osterfest findet eine Woche nach dem christlichen statt. Dieses Jahr im Fokus: geflüchtete Ukrainer. Wie sie in Deutschland, Niedersachsen und Bremen feiern.

Berlin/Hannover/Bremen – Der Ukraine-Krieg von Wladimir Putin überschattet in diesem Jahr das orthodoxe Osterfest 2022. Während sowohl Papst Franziskus als auch UN-Generalsekretär António Guterres und der Weltkirchenrat vergeblich eine Waffenruhe gefordert haben, haben es Geflüchtet aus der Ukraine schwer, in Deutschland ein kirchliches Zuhause zu finden. Denn die meisten gläubigen Ukrainer gehören der orthodoxen Kirche der Ukraine an.

Orthodoxes Osterfest 2022 in Deutschland: Feiern aufgrund des Ukraine-Konflikts gut besucht

Und so werden in ganz Deutschland beim orthodoxen Osterfest 2022, das aufgrund des julianischen Kalenders immer eine Woche später als das christliche Osterfest gefeiert wird, die Feierlichkeiten wesentlich voller, als dies in den vergangenen Jahren der Fall war. Grund ist der Krieg in der Ukraine, der viele Menschen aus der ehemaligen Sowjetrepublik zur Flucht gen Westen zwang.

Auch in einigen Kirchengemeinden in Niedersachsen und Bremen wird am Sonntag, 24. April 2022, und tags darauf das orthodoxe Osterfest 2022 gefeiert. Mit dabei werden in diesem Jahr auch viele geflüchtete Ukrainer und Ukrainerinnen sein.

Orthodoxes Osterfest 2022 in Bremen: St.-Markus-Gemeinde und Bremische Evangelische Kirche wollen Stück Heimat bieten

So zum Beispiel in der St.-Markus-Gemeinde in Bremen. „Mit diesem Osterfest wollen die St.-Markus-Gemeinde und die Bremische Evangelische Kirche nach Bremen geflüchteten Ukrainerinnen und Ukrainern ein Stückchen Heimat in der Fremde bieten“, sagte Pastor Andreas Hamburg.

In Bremen sind nach Angaben des Senats seit Beginn des Krieges mehr als 7000 Menschen aus der Ukraine angekommen. Die tatsächliche Zahl dürfte allerdings deutlich höher liegen.

Orthodoxes Osterfest 2022 in Niedersachsen: Dreisprachige Andachtshefte aus der Landeskirche Hannover

Auch in verschiedenen Gemeinden der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, der größten Landeskirche Deutschlands, wird das orthodoxe Osterfest 2022 gefeiert. Die Landeskirche hat dafür spezielle dreisprachige Andachtshefte auf Deutsch, Ukrainisch und Russisch herausgegeben.

In Niedersachsen sind nach Angaben des Innenministeriums bis Ende März rund 35.000 Ukraine-Geflüchtete registriert worden. Auch hier dürfte – genau wie im kleinsten Bundesland Bremen – die tatsächliche Anzahl der Geflüchteten wesentlich höher liegen.

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