Auslastung ungewiss

Omikron: Krankenhäuser in Niedersachsen erwarten Patienten-Anstieg

Die Krankenhäuser in Niedersachsen stellen sich wegen der Corona-Variante Omikron auf eine höhere Belastung ein. Dabei ist das Personal bereits stark gefordert.

Hannover – Wegen der Omikron-Variante bereiten sich die Krankenhäuser in Niedersachsen auf einen Anstieg der Corona-Patienten vor. „Vorrangiges Ziel ist es, während der bevorstehenden Omikron-Welle jederzeit ausreichende Kapazitäten und Personal zur Patientenversorgung vorhalten zu können“, erklärte ein Sprecher der Niedersächsischen Krankenhausgesellschaft. Doch bereits jetzt seien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Niedersachsens Krankenhäusern stark gefordert.

LandNiedersachsen
Fläche47.614 km²
Bevölkerung7,982 Millionen
HauptstadtHannover

Omikron in Niedersachsen: Belastung für Krankenhäuser wegen der Corona-Variante nur schwer absehbar

Derzeit lasse es sich nur kaum sagen, was letzten Endes wirklich auf das Personal in Niedersachsens Krankenhäuser zukommen wer. „Es ist aktuell schwer einzuschätzen, welche konkreten Auswirkungen die Ausbreitung der Omikron-Variante in den kommenden Wochen auf die Belastung der Krankenhäuser haben wird“, so der Sprecher weiter.

Derzeit steigen die Inzidenz-Zahlen in Niedersachsen vor allem wegen der Corona-Variante. Omikron hat sich gegenüber der Delta-Mutation als vorherrschende Corona-Variante seit Anfang der Woche in Niedersachsen durchgesetzt. Zuletzt warnte die WHO davor, den „milden Verlauf“ von Omikron nicht zu unterschätzen. Auch, wenn Virologe Hendrik Streeck vorsichtig optimistisch über ein Corona-Ende äußerte. Die Weltgesundheitsorganisation erinnerte daran, dass die Corona-Variante „Omikron Menschen tötet“.

Das Krankenhaus-Personal in Niedersachsen stellt sich auf einen Anstieg der Corona-Patienten vor.

Möglich seien zwei Szenarien. Demnach könne die rasante Ausbreitung der Omikron-Variante dazu führen, dass immer mehr Patienten ins Krankenhaus müssten und das Gesundheitssystem stark belastet werde. Genau um diesen Szenario aus dem Weg zu gehen, bereiten sich die Krankenhäuser auf das Schlimmste vor. Zudem schütze die Booster-Impfung gegen Corona langfristig nicht gegen die Omikron-Variante.

Omikron bietet Chance auf Entlastung in Niedersachsens Krankenhäusern

Auf der anderen Seite biete die Omikron-Variante jedoch auch eine Chance, dass das Ausbreiten der Mutante dafür sorgt, das Gesundheitssystem zu entlasten. Denn insgesamt würden mit Omikron mildere Krankheitsverläufe einhergehen als bei der Delta-Variante. Bei mehr Infizierten würde das Gesundheitssystem dann nicht noch stärker belastet werden als es bereits der Fall sei.

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Letzteres habe man bereits in anderen Staaten erkennen können, wie beispielsweise in Großbritannien, wo die Inzidenz explodiert, aber die Corona-Maßnahmen nicht angezogen werden. Dort gab es aufgrund der Omikron-Variante bereits über 150.000 Neuinfektionen pro Tag, die Hospitalisierungsrate sei jedoch ungefähr auf dem gleichen Niveau geblieben. Die Omikron-Variante mache bereits über 70 Prozent aller Corona-Infektionen aus.

Patienten-Anstieg wegen Omikron in Niedersachsens Krankenhäusern: Bundesland empfiehlt Booster-Impfungen für 12- bis 17-Jährige

Unabhängig davon müsse das Personal in Niedersachsens Krankenhäusern schnellstmöglich von bürokratischen Aufgaben entlastet werden, um die Auslastung zu verringern, so ein Sprecher der Krankenhausgesellschaft. Virologe Christian Drosten hält eine Corona-Studie zum Verlauf der Omikron-Variante für „wegweisend“ in der Corona-Pandemie, obwohl der Virologe bereits in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung unterstrich, dass „Omikron die Regeln macht“.

Unterdessen hat das Niedersächsiche Gesundheitsministerium die Impfteams der kommunalen Gesundheitsämter mit einem Erlass erneut auf die Option von Booster-Impfungen bei Jugendlichen hingewiesen. Die Empfehlung hinsichtlich der Corona-Auffrischungsimpfungen bezieht sich dabei auf Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren.

Booster-Impfung von Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren in Niedersachsen: „Besteht kein Anlass, Auffrischungsimpfung zu verwehren“

„Aus unserer Sicht besteht absolut kein Anlass, Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren eine Auffrischungsimpfung zu verwehren. Angesichts der rapiden Ausbreitung der Omikron-Variante bin ich im Gegenteil davon überzeugt, dass wir so vielen Niedersächsinnen und Niedersachsen wie möglich eine Auffrischungsimpfung anbieten sollten“, heißt es vonseiten der niedersächsischen Gesundheitsministerin Daniela Behrens im Zusammenhang mit der Corona-Drittimpfung. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © dpa/Sebastian Gollnow

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