Notunterkunft in Ehra-Lessien bereit zur Aufnahme von Flüchtlingen

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Häuser stehen auf einem stillgelegten Truppenübungsplatz bei Ehra-Lessien.

Ehra-Lessien - Feldbetten und Zelte sind aufgestellt, Strom und Wasser gibt es auch. Rund 200 Helfer waren am Wochenende im Einsatz, um das ehemalige Kasernengelände im Landkreis Gifhorn als Unterkunft für bis zu 1500 Flüchtlinge herzurichten. Wann sie kommen, ist noch unklar.

Hilfsorganisationen, der Landkreis Gifhorn und viele freiwillige Helfer haben am Wochenende das Gelände einer ehemaligen Bundeswehr-Kaserne für die Aufnahme von bis zu 1500 Flüchtlingen vorbereitet. Das gab der Landkreis am Sonntag bekannt. „Ich bin stolz auf diese Leistung, an der unser Krisenstab, das DRK, das THW, die Feuerwehr und viele Freiwillige beteiligt waren“, sagte Landrat Andreas Ebel(CDU).

Am Samstag hatte das Innenministerium mitgeteilt, dass das Land die Zahl der Aufnahmeplätze von zunächst geplanten 600 auf bis zu 1500 aufstocken wolle. Wann die Menschen genau in Ehra-Lessien eintreffen werden, ist vorerst unklar. Der Zeitpunkt der Belegung sei abhängig von den Maßnahmen vor Ort, teilte das Innenministerium am Sonntag mit. Nach Bedarf könne auch eine Teilbelegung erfolgen. Landrat Ebel rechnet damit, dass die ersten Gruppen am Montag oder Dienstag ankommen könnten.

Nach Angaben des Landkreises gibt es in der Notunterkunft nun 890 Plätze in den ehemaligen Kasernengebäuden. Die Versorgung mit Strom und Wasser sei gewährleistet. Zusätzlich seien elf Zelte unterschiedlicher Größe aufgebaut worden. Hier sollen 335 Menschen eine vorübergehende Bleibe finden. Weitere Feldbetten stünden bereit. Die Verpflegung werde das DRK in Zusammenarbeit mit mehreren Caterern übernehmen. „Nur das große Heizkraftwerk muss noch angefahren werden“, sagte Landrat Ebel. Insgesamt waren an den Aufbauarbeiten rund 200 Menschen beteiligt. „Die Bürger helfen spontan, reinigen die Gebäude und stellen Klappbetten auf,“ sagte Bürgermeisterin Jenny Reissig.

Bislang lebten auf dem ehemaligen Kasernen-Gelände 83 Flüchtlinge. Noch vor drei Monaten gab es um den Standort Ehra-Lessien eine lebhafte politische Debatte. Der Flüchtlingsrat in Niedersachsen hatte die Unterbringung auf dem 1,5 Kilometer von der nächsten Ortschaft gelegenen Areal als „Isolationslager“ und „Dschungelcamp“ kritisiert. Der Landkreis hielt dagegen, man habe einen Shuttlebus eingerichtet und Fahrräder angeschafft.

Durch die hohen Zugangszahlen der vergangenen Wochen ist der Druck bei der Suche nach Unterkünften gewachsen. Ehra-Lessien soll bis zum 1. Januar 2016 als weiterer Standort der Landesaufnahmebehörde ausgebaut werden. Das heißt, dass sich dann das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge um die Asylanträge der neu ankommenden Flüchtlinge kümmert, ehe diese auf die Kommunen verteilt werden.

dpa

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