Viel los an Strand und Co.

Urlaub im Nordwesten - der Supersommer macht‘s möglich

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Im Heide Park Resort war dieses Jahr bisher viel los.

Hannover - Nicht nur Strandkörbe, sondern auch Hotelzimmer wurden diesen Sommer an der Nordseeküste knapp. Viele Urlaubsregionen im Nordwesten haben eine Bilderbuchsaison erlebt.

Vor allem Angebote draußen und in Zusammenhang mit Wasser waren der Renner - nicht nur an der Küste. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Dem Tourismus-Zugpferd Harz hat der Dauer-Hochsommer sehr gut getan. Neben den Urlaubern, die ihre Reisen länger im Voraus gebucht hätten, seien auch viele spontane Kurzurlauber in das Mittelgebirge gereist, sagte eine Sprecherin des Harzer Tourismusverbands. Die anhaltende Hitze habe den Effekt eher verstärkt als geschwächt. Viele Ausflügler und Touristen nutzten die vielen Seen und Freibäder zur Abkühlung.

Zufrieden blickt auch das Nordseebad Dangast auf die Saison. „Es ist super gelaufen, nach zwei wirklich schwierigen Jahren“, sagt Ingrid Funke von der Kurverwaltung. „Der Strand war immer voll, die Strandkörbe immer ausgebucht.“ An einigen Wochenenden sei der Strandcampingplatz voll belegt gewesen. In Dangast können Gäste auch im Schlafstrandkorb oder im Nordseekarren übernachten. „Den Schlafstrandkorb haben ganz viele spontan eingeschoben, auch Gäste aus Hotels und Ferienwohnungen.“ Die Kurverwaltung verzeichnete auch viele Tagesausflügler aus dem Raum Bremen, Cloppenburg und Oldenburg.

Zu viel Hitze auf Wangerooge

Nach Wangerooge lockt es Touristen schon seit mehr als 200 Jahren. Die autofreie ostfriesische Insel erlebte in diesem Jahr einen echten Ansturm. „Die Leute haben uns angerufen, weil sie die Hitze nicht mehr aushalten konnten“, sagt Ulrike Kappler vom Verkehrsverein der Insel. „Hier ist es immer um die fünf bis zehn Grad kühler.“ Einigen Übernachtungswilligen mussten die Insulaner sogar einen Korb geben. Strandkörbe wurden auch dort zur Mangelware. „Die letzten Wochen war die Nachfrage viel größer als das was wir bedienen konnten“, schilderte Kappler. Neben Strand und Inselpromenade kamen Wattwanderungen und Touren zu den Seehundbänken bei Gästen gut an. „Was nicht so gut läuft sind die Konzerte, die Indoor stattfinden.“

„Inhouse-Angebote haben unter der Hitze eher gelitten„, heißt es auch bei der Erlebnis Bremerhaven Gesellschaft. Eher mau war auch Ende Juli das Interesse am zum ersten Mal stattgefundenen Leuchtturmfest. Andrang herrschte hingegen im Weserstrandbad. „Grundsätzlich ist Bremerhaven sehr gut im Sommer besucht“, sagt der Geschäftsführer Raymond Kiesbye. „Ausgebucht in den Hotels war in diesem Jahr an der Tagesordnung.“ Hinzu komme eine steigende Zahl von Tagesgästen.

„Wir sind erstaunt, dass bei der Hitze so viele Touristen gekommen sind, auch viele ausländische Gäste“, beschreibt Maike Bialek von der Bremer Touristik-Zentrale. „Die Schifffahrten auf der Weser sind sehr beliebt.“ Viele Familien zog es demnach in den schattigen Bürgerpark, zu einer Bötchentour, Spielplätzen oder Mini-Golf. Viele schauten zudem in der klimatisierten Kunsthalle vorbei.

Zwar gibt es auf dem Areal der Landesgartenschau in Bad Iburg viele lauschige Schatten- und Picknickplätze. Dennoch hat die Hitze der letzten Wochen einen Ansturm verhindert. „Ich gehe aber davon aus, dass wir unser Ziel in jedem Fall erreichen“, gibt sich die Sprecherin Imma Schmidt optimistisch. Das Ziel sind 500.000 Besucher.

Heide Park „sehr zufrieden“

„Insgesamt sind wir bis jetzt sehr zufrieden“, vermeldet das Heide Park Resort in Soltau. „Trotz der sehr hohen Temperaturen entsprachen die Besucherzahlen unseren Erwartungen.“ Besonders angesagt seien in den vergangenen Wochen Wasserattraktionen wie die ToPiLauLa-Schlacht, das Mountain Rafting, die Wildwasserbahn und der Dive-Coaster Krake gewesen. Das in diesem Jahr eröffnete Peppa-Pig-Land habe wie erhofft viele Familien mit Kindern im Vorschulalter angezogen.

Etwas ruhiger als sonst geht es in der Heide zu. „Wir schieben das schon auf die Wärme“, sagt Peter Gerlach von der Heideregion Uelzen. Dennoch gebe es viele Anfragen zum Wandern und Radfahren. „Was sehr gut läuft ist Kanufahren auf der Ilmenau und Stehpaddeln.“

Auch in anderen Regionen brummt das Kanufahren. So wie bei Pascal Radon, der auf seinem Campingplatz in Waakhausen bei Worpswede Kajaks und Kanadier für Touren auf dem Fluss Hamme verleiht. „Es kommen super viele Leute spontan.“ Darunter seien auch viele Vater-Sohn-Gespanne aus der Region. Einige Campinggäste hätten eigens ihren Aufenthalt verlängert, um auf Paddeltour zu gehen. Besonders beliebt seien die Wasser-Ausflüge zum Hammestrand.

Auch die Fahrgastschifffahrt vermeldet Positives. „Diese Saison ist hervorragend“, sagt Mia Flemming von der Weser-Flotte, die zwischen Karlshafen, Bremen und Verden unterwegs ist. Im Mittelweserbereich seien vor allem die Touren mit einem Grillbüffet gefragt. „Im Sommer will man grillen.“

dpa

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