Tourismusbetriebe erwarten Osterurlauber

Eiertrüllen und Nötenscheten an der Nordseeküste

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Der Tourismusbetrieb macht sich für die Osterurlauber bereit.

Schortens/Borkum - Die Tourismusbetriebe an der Nordseeküste rechnen mit dem ersten großen Urlauberschwung des Jahres. Die Buchungszahlen zu den Ostertagen sehen gut aus, die Camping-Saison startet jedoch etwas später.

Trotz frischer Temperaturen und der frühen Osterfeiertage in diesem Jahr ist die niedersächsische Nordseeküste über Ostern stark gebucht. Vielerorts suchten Familien Ferienwohnungen mit zwei oder mehr Schlafzimmern und gehobenem Komfort, hieß es bei den Tourismusverbänden an der Küste. Große Nachfrage gebe es auch auf den ostfriesischen Inseln. Spiekeroog, Langeoog und Norderney meldeten nur noch wenige freie Unterkünfte, Wangerooge sei bis zu 80 Prozent ausgelastet.

Viele Campingplätze bleiben allerdings noch bis Anfang April geschlossen. Das liegt weniger an der kalten Witterung, sondern hat mit Sicherheitsaspekten zu tun: Weil die Sturmflutsaison noch nicht gänzlich vorüber ist, dürfen feste Anlagen in Deichnähe noch nicht verbaut werden. „Deshalb gehen wir erst am 1. April an den Start“, sagte Frank Onnen vom Campingplatz in Schillig. Er zählt mit 1500 Wohnwagen-Stellplätzen zu den größten in Deutschland.

Besonders hohe Auslastung zeichnete sich an der Wurster Nordseeküste und dem Dornumerland ab. „Die Gäste pilgern zum Osterfeuer und interessieren sich vor allem für Rad- und Wandertouren entlang der Küste“, sagte Kathrin Briese von der Kurverwaltung.

Zu den aktuellen Neuheiten für Urlauber und Naturinteressierte zählt das umgebaute Nationalparkhaus im Nordseeküstenbadeort Minsen im Wangerland (Kreis Friesland). Dort geht es thematisch um das Weltnaturerbe Wattenmeer, den Nationalpark und erneuerbare Energien. In den Aquarien sollen sich bald wieder Scholle, Plattfische, Katzenhaie, Dorsche, Knurrhähne und Seeskorpione tummeln.

Auf den Inseln laufen derzeit letzte Vorbereitungen, um vor der neuen Saison die Strände wieder herzurichten. Spezialfahrzeuge sind etwa auf Borkum seit Wochen damit beschäftigt, große Sandverwehungen aus den Wintermonaten abzutragen. Mehrere 10 000 Kubikmeter Sand werden dabei vom Süden der Insel in den Norden transportiert.

Zu Ostern haben sich bis heute an einigen Orten Ostfrieslands einige kuriose Bräuche gehalten. Beim „Eiertrüllen“ etwa werden bunte Ostereier von Hügeln, Wällen, Deichen oder Dünen herabgerollt. Ziel des Spieles ist es, dass das Ei unversehrt ankommt. Das „Nötenscheten“ (plattdeutsch für: „Nüsse schießen“) ist dem Spiel „Boccia“ vergleichbar. Etwa sechs Mitspieler versuchen dabei, sich gegenseitig Walnüsse aus einer kreisförmigen Markierung heraus zu schießen.

dpa

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