Ferien auf Ostfriesischen Inseln

Nordsee statt Seychellen - Spahn will sicheren Urlaub in Norddeutschland

Urlaub an der Nordsee und Ostsee? Wenn es nach Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geht, könnte das in diesem Jahr möglich sein.

Berlin - Urlaub an der Nordsee? Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erwartet trotz Rückschlägen bei den Impfstoffen von AstraZeneca und Johnson & Johnson, dass bis zum Ende des Sommers weiterhin jeder Impfwillige eine Corona-Impfung bekommen kann.

Urlaub 2021 - Jens Spahn: „Bis zur Nordsee wird man sicher kommen“

Das würde auch die Reisemöglichkeiten trotz des Coronavirus erweitern: „Ob dann gleich schon wieder alle bis zu den Seychellen fliegen müssen, weiß ich nicht. Bis zur Nordsee wird man sicher kommen“ so der CDU-Politiker und verwies am Donnerstag in Berlin auf erwartete 50 Millionen Dosen von „Hauptlieferant“ Biontech/Pfizer im laufenden zweiten Quartal. „Das gibt schon mal viel Trittsicherheit auch mit diesem Impfstoff in einer sehr verlässlichen Liefersituation.“

Sarah und Christian spazieren mit ihrer Tochter Lea am Strand von Butjadingen.

Die Geschwindigkeit beim Impfen nehme zu und werde weiter zunehmen, versprach Spahn. Er sei weiterhin „Stand heute, mit allem, was wir haben und erwarten dürfen, sehr sehr sicher, dass wir im Sommer werden alle impfen können.“ Zu den allgemeinen Aussichten für den Sommer gefragt, zeigte sich der Minister vorsichtig optimistisch. Die Frage sei jetzt, wie gut es gelinge, die dritte Welle zu brechen. „Gleichzeitig bin ich sehr, sehr zuversichtlich, dass wir im Sommer mit dem, was die Impfkampagne jetzt auch hergibt in der weiteren Entwicklung eine deutlich andere Lage haben. Unbedingt.“

Ostfriesische Inseln erstellen Öffnungskonzept

Für einen Urlaub an der Nordsee haben die Ostfriesischen Inseln der niedersächsischen Landesregierung ein Öffnungskonzept vorgelegt. Diese Vorschläge würden auf eine dauerhafte Öffnung des Tourismus abzielen, gleichzeitig solle das Infektionsgeschehen kontrolliert werden. Dabei gehe es im ersten Schritt um Übernachtungstourismus, nicht um Tagesausflüge, anders als bei den Modellregionen.

Die Vorschläge zielen auf eine dauerhafte Öffnung des Tourismus bei gleichzeitiger Kontrolle des Infektionsgeschehens, hieß es in einer Pressemitteilung am Dienstag. Es beinhaltet alle touristischen Beherbergungs- sowie Einzelhandels- und Gastronomiebetriebe und Kultur- und Freizeiteinrichtungen. Im ersten Schritt soll es nur um den Übernachtungstourismus gehen, nicht um Tagesausflügler. Damit unterscheidet sich das Projekt von den aktuell benannten Modellregionen in Niedersachsen, in denen keine touristischen Übernachtungen vorgesehen sind.

Ein Spaziergang bei Ebbe durch das Wattenmeer dürfte bei vielen Urlaubern 2021 auf dem Plan stehen.

Das Pilotprojekt der sieben Ostfriesischen Inseln wurde mit wissenschaftlicher Begleitung ausgearbeitet. Beteiligt daran seien die Inseln Borkum, Juist, Norderney, Baltrum, Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge. Das Konzept sehe eine Teststrategie, die neben den Touristen auch Insulaner und Beschäftigte berücksichtigen würde. Erst im zweiten Schritt würden dann auch Tagestouristen mit in den Plan eingeschlossen werden. Bei der Anreise vom Festland müssten diese dann einen negativen Antigen-Schnelltest oder PCR-Test vorweisen. Andernfalls darf der Gast nicht auf die Insel kommen.

Nordsee-Urlaub: Testkonzept mit digitaler Unterstützung

Eine lückenlose Test- und Nachverfolgungskette sei nur mit digitaler Unterstützung zu realisieren. Es werde daher eine digitale Lösung angestrebt, die personenbezogene Daten mit Testergebnissen und ihrer Gültigkeitsdauer verknüpft. So kann dem Gast über einen App-generierten QR-Code Zutritt zu touristischen Leistungen gewährt werden und gleichzeitig wird eine Nachverfolgung der Kontakte vereinfacht. Des Weiteren soll es für Gäste ohne Smartphone auch eine Lösung geben. Wie diese aussehen könnte, dazu wurden keine Angaben gemacht.

Die sieben ostfriesischen Inselgemeinden schreiben in der Mitteilung: „Bei der Umsetzung hat der Infektionsschutz und damit die Sicherung der Qualität aller Prozesse und Maßnahmen höchste Priorität.“ Die Ostfriesischen Inseln bieten sich aufgrund ihrer Erreichbarkeit nahezu ausschließlich mittels des Fährverkehrs in besonderer Weise für ein solches Vorhaben an.

Modellregionen an der Nordsee

Im schleswig-holsteinischen Nachbarland sind zudem die Modellregionen an der Nordsee geplant, darunter Nordfriesland und Büsum. Der Plan, dass die Insel Sylt eine Modellregion wird, liege hingegen vorerst auf Eis, jedoch sei es möglich, dass sich die Insel dem Modellprojekt von Nordfriesland anschließen könnte. Eine Entscheidung solle am Donnerstag folgen.

Schon bald könnten die leeren Strandkörbe wieder gefüllt mit Touristen sein.

Dabei hat die Deutsche Bahn gerade erst das Platzangebot von Hamburg und Niebüll nach Westerland, Sylt erhöht. In einer Mittelung des Unternehmens heißt es, dass die Bahn von Hamburg aus das Sitzplatzangebot in Zügen um 4000 Plätze pro Tag aufzustocken würde, von Niebüll aus sogar um 8000 Plätze täglich. „Wir rechnen einfach mit mehr Menschen, die, weil der Fernreisetourismus schwierig ist, an unsere Küsten streben“, sagte Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP). Auch an der Ostsee stehen Pläne, um den Tourismus zurückzuholen. * kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © dpa/Mohssen Assanimoghaddam

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