Nordsee-Fischfang 2016: wohl mehr Schellfisch, Kabeljau und Hering

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Der Fischkutter "Hartje" fährt über die sturmgepeitschte Nordsee

Brüssel - Die deutschen Nordseefischer können für das kommende Jahr auf höhere Fangmengen bei Schellfisch, Kabeljau und Hering hoffen.

Die Vorschläge für die Fangmengen (Quoten) bei diesen Beständen waren beim Treffen der für Fischerei zuständigen EU-Minister am Montag in Brüssel nicht umstritten, wie aus Verhandlungskreisen verlautete. Bei Scholle und Seelachs dürfte es keine großen Änderungen geben, Makrelenfischer müssten dagegen deutliche Abstriche machen.

Gewissheit wird es allerdings erst bei der endgültigen Einigung geben, die am Dienstag stehen soll. Die Quoten werden jedes Jahr im Dezember unter den EU-Staaten ausgehandelt. Insbesondere Staaten mit großen Fischereiflotten wie Spanien oder Frankreich verhandeln hart.

„Die Quoten können in diesem Jahr relativ beruhigt besprochen werden, weil sich die Fischbestände erholt haben ganz im Wesentlichen“, sagte der deutsche Minister Christian Schmidt (CSU). „Der Hering explodiert geradezu.“

Greenpeace lobte, den Fischbeständen gehe es bereits viel besser als vor einem Jahrzehnt, warnte aber auch: „Wir sind noch weit davon entfernt, eine Erholung der Bestände zu erreichen.“ Ein Bestand ist eine Fischart in einem bestimmten Gebiet. Nach Angaben der Umweltschutzorganisation Oceana ist fast die Hälfte der Bestände im Atlantik überfischt.

dpa

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