Serienweise teure Smartphones in leere Häuser bestellt

Nörten-Hardenberg - Die Polizei im Kreis Northeim hat einer vermutlich langanhaltenden Betrugsserie mit teuren Smartphones ein Ende gesetzt. Vier Männer im Alter von 20 bis 32 Jahren wurden in Nörten-Hardenberg festgenommen.

Das Quartett, dem banden- und gewerbsmäßiger Warenkreditbetrug vorgeworfen wird, sitze in Untersuchungshaft, teilte ein Sprecher am Montag mit. Die vier aus Afrika stammenden Männer seien in Sachsen-Anhalt gemeldet, sagte der Sprecher. Sie hätten Asylanträge gestellt.

Nach den bisherigen Ermittlungen haben die Verdächtigen unter falschen Namen im Internet teure Smartphones bestellt und als Lieferadressen leerstehende Häuser angegeben. Dort hatten sie die Briefkästen mit entsprechenden Namen versehen. Sobald die Benachrichtigungen der Zusteller im Briefkasten landeten, holten sie die Ware mit Hilfe eines gefälschten Ausweises an der Poststation ab.

Weil eine Zustellerin nach einiger Zeit Verdacht geschöpft und die Polizei informiert habe, seien die Beamten den Männern auf die Spur gekommen, sagte der Sprecher. Beim Abholen von Paketen in Nörten-Hardenberg wurde das Quartett gefasst. Bei den Verdächtigen fanden die Beamten einen falschen niederländischen Ausweis, weitere Abholbenachrichtigungen für andere Postfilialen und diverse Smartphones.

Die Polizei geht davon aus, dass die Männer mit ihrer Masche nicht nur in Südniedersachsen aktiv waren. Die Ermittlungen dauern an.
dpa

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