Noch rund 1000 Flüchtlinge wohnen in Zelten

Hannover - Kurz vor Weihnachten sind in Niedersachsen noch rund 1000 Flüchtlinge nur in Zelten untergebracht. Dies geht aus einer schriftlichen Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage der FDP-Fraktion hervor, die am Donnerstag in Hannover veröffentlicht wurde.

Demnach wohnen in der Landesaufnahmebehörde in Braunschweig aktuell noch rund 800 Menschen in Zelten. Am Standort Bramsche sind es noch rund 150 Flüchtlinge und in Friedland 90. Aufgrund der Zu- und Abgänge variiere die tägliche Auslastung. Bei den genutzten Zelten handele es sich aber ausschließlich um „winterfeste Leichtbauunterkünfte“. Sie hätten eine witterungsbeständige Außenhülle mit Doppelwänden, einen festen Fußboden und eine eigene Heizungsanlage, die eine Temperatur von rund 22 Grad Celsius garantiert. Zudem seien die Zelte teilweise in einzelne, raumähnliche Kammern unterteilt und böten dadurch „den Umständen entsprechend einen angemessenen Komfort“. Auch stärkere Winterstürme seien kein Problem. Wie lange noch Flüchtlinge in Zelten untergebracht werden müssen, sei unklar. „Es ist derzeit geplant, mit zunehmendem Aufbau weiterer fester Kapazitäten andernorts die Leichtbauunterkünfte nach Möglichkeit zu räumen und abzubauen“, teilte das Innenministerium mit. Ende November wohnten in Niedersachsen und Bremen noch rund 3000 Flüchtlinge in Zeltunterkünften. dpa

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