Beschluss für mehr Sonderpädagogen

650 neue Mitarbeiter sollen Inklusion im Land verbessern

Hannover - Das niedersächsische Kultusministerium hat beschlossen, 650 weitere sonderpädagogische Mitarbeiter einzustellen. Diese Logopäden, Heilpädagogen, Ergotherapeuten und Sozialarbeiter sollen Lehrer an Förderschulen und an inklusiven Schulen unterstützen, wo Kinder mit und ohne Behinderung zusammen lernen.

Dies teilte das Kultusministerium am Montag mit. Die Bewerbungsverfahren laufen laut Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) noch. „Die Bewerbungslage ist ausgesprochen positiv, so dass wir voraussichtlich alle Stellen bis Ende Oktober besetzen können.“

Nach der raschen Einführung des inklusiven Schulsystems durch die rot-grüne Regierung 2013 haben viele Lehrer geklagt, dass sie mit der gleichzeitigen Betreuung von Schülern mit und ohne Behinderung überfordert seien.

Der Vorsitzende des Philologenverbands Niedersachsens Horst Audritz begrüßte die Einstellung zusätzlicher sonderpädagogischer Mitarbeiter. Er hofft aber besonders auf noch mehr gut ausgebildete sonderpädagogische Lehrkräfte. „Wir haben einen riesen Mangel an Sonderpädagogen.“

Gegenwärtig arbeiten rund 4000 sonderpädagogisch ausgebildete Lehrer an niedersächsischen Schulen. Zusätzlich unterstützen 1100 pädagogische Mitarbeiter Schulen mit Kindern mit einer Behinderung.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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