Nach amtlichen Kontrollen

Niedersächsische Fernwärmeversorger müssen überhöhte Preise korrigieren

Hannover - Nach amtlichen Kontrollen bei Fernwärmeanbietern in Niedersachsen haben sieben Unternehmen ihre Preise erheblich gesenkt. Die Versorger standen im Verdacht, zu Unrecht überhöhte Preise von ihren Kunden zu verlangen.

Die Preissenkungen machten im Durchschnitt 500 Euro für ein typisches Einfamilienhaus aus und seien rückwirkend zum Januar 2017 wirksam, teilte die Landeskartellbehörde am Mittwoch in Hannover mit. Sie hatte im Zeitraum von 2013 bis 2016 die Preisstrukturen von 27 Fernwärmeversorgern in 143 Netzgebieten untersucht

 Der Missbrauchsverdacht gegen drei Versorger wurde fallen gelassen, weil diese ihre Preise im Laufe der Untersuchung gesenkt hatten. Die Kontrolleure leiteten jedoch gegen die vier Unternehmen Enercity Contracting GmbH, Energie-Projektgesellschaft Langenhagen, EWE Vertrieb GmbH und WEVG Salzgitter GmbH und Co KG Verfahren ein. Auch diese Versorger verpflichteten sich nach intensiven Verhandlungen schließlich, Preissenkungen und Rückerstattungen vorzunehmen, teilte die Kartellbehörde mit. Daraufhin seien die vier Verfahren beendet worden.

Anbieter von Fernwärme haben mit ihren lokal geschlossenen Netzen kaum Konkurrenz. Kunden haben daher wenig Möglichkeiten, ihren Versorger zu wechseln. Die Kartellaufsicht muss daher dafür sorgen, dass Unternehmen ihre Monopolstellung nicht ausnutzen.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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