Weiteres Gutachten gefordert

Wissenschaftsminister Thümler sieht Islamvertrag sehr skeptisch

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Große Koalition in Niedersachsen

Hannover - Niedersachsens neuer Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) sieht einen neuen Anlauf für einen Vertrag mit den muslimischen Verbänden äußerst skeptisch.

„Wir müssen schauen, was überhaupt Sinn macht“, sagte Thümler, dessen Ressort künftig auch für Religionsfragen zuständig sein soll, dem Bremer „Weser-Kurier“. „Wir könnten vielmehr auch mit vielen Einzelvereinbarungen sehr weit kommen.“ 

In der abgelaufenen Legislaturperiode hatte die rot-grüne Regierung von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) den fast fertigen Vertrag mit den Muslimverbänden Ditib und Schura auf Eis gelegt. Im Koalitionsvertrag von SPD und CDU sei nun festgelegt, dass noch Gutachten etwa zur Staatsferne des türkischen Moscheeverbandes Ditib eingeholt werden sollten, erklärte der Minister. 

Die muslimischen Verbände hatten empört auf den Kurswechsel der neuen Landesregierung reagiert. Die Muslime wünschten sich eine Begegnung auf Augenhöhe und eine Gleichbehandlung statt Ausgrenzung.

dpa

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