Arbeitsplätze bedroht

Landesregierung kritisiert Begrenzung der Offshore-Windkraft

Hannover - Niedersachsens Landesregierung hat die Pläne der Bundesregierung zur Begrenzung beim Bau von Offshore-Windkraftwerken auf hoher See scharf kritisiert.

Dies sei eine „absolute Fehlentscheidung“, sagte der niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" (Montag). „Wer die Energiewende will, braucht den Eckpfeiler Offshore, weil er doppelt so effektiv ist wie die Windkraft an Land.“

Nun drohe eine Zeit, in der in deutschen Küstengewässern keine Windparks gebaut werden könnten. Dies bedrohe auch den Standort der norddeutschen Länder, wo mit der Windkraft neue Arbeitsplätze geschaffen werden könnten.

Nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) soll es 2021/2022 einen Offshore-Ausbau fast nur noch in der Ostsee geben. Grund ist der schleppende Netzausbau - Niedersachsen macht den Bund für die Verzögerungen verantwortlich.

Das Gesetz soll die Kosten für erneuerbare Energien begrenzen und sieht daher niedrigere Ausbauziele für die Windenergie an Land und auf See und ein neues Förderverfahren vor. Mit gut 8.600 Megawatt installierter Windenergieleistung ist Niedersachsen Spitzenreiter im Ländervergleich. Nach Branchenangaben hängen 32.000 Arbeitsplätze direkt oder indirekt davon ab.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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