Niedersachsens Wirtschaft stöhnt:

Massive Kritik an Bahn-Streik mit offenem Ende

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NIHK-Präsident Gert Stuke.

Hannover - Niedersachsens Wirtschaft reagiert mit massiver Kritik auf den jüngsten Marathonstreik der Lokführergewerkschaft GDL.

„Das Streik-Stakkato des GDL-Vorsitzenden Claus Weselsky setzt dem Standort Deutschland schwer zu“, sagte der Chef der industriellen Arbeitgeberverbände in Niedersachsen, Volker Schmidt, über den am Dienstag beginnenden Ausstand im Güterverkehr, dessen Ende offen ist. Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit seien eine durchgängige Basis für die Produktion hierzulande. „Das unberechenbare Verhalten der GDL torpediert daher die Grundfesten unseres Industriestandorts.“

Ähnlich äußerte sich der Präsident des Niedersächsischen Industrie- und Handelskammertages (NIHK), Gert Stuke: „Wenn die Tarifparteien nicht bald ernsthaft eine Lösung wollen, wird der Vertrauensverlust für die Bahn noch größer.“

Gut ein Viertel (26 Prozent) der Betriebe zwischen Harz und Küste erwägt laut einer NIHK-Umfrage schon, künftig Transporte von der Schiene auf andere Verkehrsträger zu verlagern. „Jeder weitere Streiktag ist überflüssig, teuer und schadet mit den Unternehmen auch unserer Volkswirtschaft“, sagte Stuke.

Der neue Streik der GDL beginnt Dienstagnachmittag (15.00) im Güter- und in der Nacht zu Mittwoch (2.00 Uhr) im Personenverkehr. Das Ende des Kampfes für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen ist noch unklar. dpa

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