"Sommersaison ist sehr, sehr gut gestartet"

Niedersachsens Tourismusbranche steuert auf neuen Rekord zu

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Niedersachsens Tourismusbranche steuert auf neuen Rekord zu. 

Hannover - Von Ralf E. Krüger. Die Sommersaison zwischen Harz und Nordseeküste hat auf einem hohen Niveau begonnen. Das wechselhafte Wetter schreckte die Gäste kaum ab – die Branche steuert daher auf ein weiteres Rekordjahr zu. Doch der Tourismusverband warnt - es gibt noch einiges zu verbessern. 

Der Niedersachsen-Tourismus boomt und steuert auf das dritte Rekordjahr in Folge zu. "Die Sommersaison ist sehr, sehr gut gestartet", sagte am Freitag der Chef des Tourismusverbands Niedersachsen, Sven Ambrosy, in Hannover. Schon im ersten Quartal hatte Niedersachsen ein Plus von 5,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum - ein Zuwachs von rund 311 000 Übernachtungen. Ambrosy: "Wenn sich das so weiter entwickelt, schließen wir nicht aus, dass wir das dritte Jahr in Folge Rekordwerte erzielen." 2014 hatte die Tourismusbranche zwischen Harz und Nordseeküste mit rund 13 Millionen Besuchern einen neuen Gäste- und Übernachtungsrekord verzeichnet.

Für verbesserungswürdig hält der Verbandsvorsitzende allerdings die internationale Ausrichtung der Branche. Zwar sei sie dank einzelner Initiativen besser geworden, doch liegt der Anteil ausländischer Besucher weiterhin bei einem Anteil von 15 bis 20 Prozent. Zugelegt hätte aber der Anteil der Schweizer, die es auch dank der starken Kaufkraft des Franken nun verstärkt an die Küste ziehe. Auch bei der Verzahnung der Standortvorteile - etwa in den Bereichen Kultur oder Kulinarik - gebe es noch Luft nach oben. "Die Mittelmeer-Dorade ist ein toller Fisch - aber wenn ich an der Küste bin, möchte ich Scholle essen", erklärte Ambrosy vor Journalisten.

Insgesamt habe es in den vergangenen Jahren bei der touristischen Infrastruktur aber öffentlich wie privat diverse Qualitätsoffensiven gegeben, die sich nun ebenso wie die Vielfältigkeit des Angebots auszahlten. Sie kämen auch dem geänderten Reiseverhalten der Besucher entgegen, die heute eher kleinere Urlaubsphasen von jeweils sieben Tagen einplanten. Immer beliebter werde zudem der Urlaub im eigenen Land. Das Gros der Besucher kommt nach wie vor aus Niedersachsen und dem benachbarten Bundesland Nordrhein-Westfalen, aber auch Bayern oder Baden-Württemberg. Niedersachsen sei bundesweit das Campingland Nummer eins und bei der Zahl der Übernachtungen die Nummer vier.

Ausgezahlt hat sich auch die Tatsache, dass sich die Branche stärker auf den demografischen Wandel einstellt. Barrierefreiheit sei heute angesichts der älter werdenden Urlauber ebenso wichtig wie etwa Wellness-Angebote. Die älter werdende Gesellschaft bringe aber auch Probleme bei der Suche nach Fachpersonal mit sich - gute Köche etwa seien Mangelware. Vor diesem Hintergrund rief Ambrosy zu mehr Flexibilität im Umgang mit den ins Land kommenden Flüchtlingen auf.

"Wir müssen viel pragmatischer sein: Wenn die Menschen hier sind und arbeiten wollen, da sollten wir sie lassen; da müssen wir die Scheuklappen ablegen", sagte der Landrat aus dem Landkreis Friesland. Gute Deutschkenntnisse sind aber unabdingbar. Umgekehrt müsse sich auch der Niedersachsen-Tourismus für die erhofften Urlauber aus dem Ausland bei den Sprachkenntnissen der Mitarbeiter besser aufstellen. dpa

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