Keine Testpflicht mehr?

Niedersachsen: Schulen und Kitas wechseln in den Normalbetrieb

Weil die Corona-Zahlen in Niedersachsen weiter sinken, möchte die Regierung Schulen und Kitas in den Normalbetrieb schicken. Einige Verpflichtungen bestehen aber weiter.

Hannover - Angesichts der sich schnell verbessernden Corona-Lage plant Niedersachsen an Schulen und Kitas die Rückkehr zu mehr Normalität. Die entsprechenden Lockerungsschritte will Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) am Freitag in Hannover vorstellen. Grundlage dafür soll der Stufenplan 2.0 der Landesregierung zur Rücknahme von Beschränkungen sein, der in die kommende Corona-Verordnung ab Ende Mai eingearbeitet werden soll.

Regelbetrieb unter 50er Inzidenz vorgesehen

Der Plan sieht bei einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 50, die in etlichen Regionen des Landes bereits unterschritten wurde, eine Rückkehr zum Regelbetrieb im Szenario A mit täglichem Schulbesuch im Präsenzunterricht vor. Allerdings bleibt es bei zweimaligen wöchentlichen Schnelltests für Schüler und Personal und einer Maskenpflicht in der Schule. Auch in den Kindertagesstätten endet dann mit dem Szenario A die Pflicht zu festen Gruppen. Im landesweiten Durchschnitt lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstag bei 46,6.

Nächster Lockerungsschritt greift ab 35er-Inzidenz

Derzeit befinden sich bereits wieder praktisch alle Schulen im Wechselunterricht mit geteilten Klassen. Auch die Kindertagesstätten kehrten zumeist in den eingeschränkten Regelbetrieb zurück. Der nächste Lockerungsschritt würde nach dem Stufenplan greifen, wenn eine Sieben-Tage-Inzidenz von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen unterschritten wird. Testpflichten würden dann entfallen, das Tragen von Masken bliebe in gekennzeichneten Bereichen von Schulen weiter vorgeschrieben.

Schon bald sollen Schulen und Kitas in Niedersachsen wieder im Normalbetrieb sein.

Während die verpflichtenden Schnelltests bei Schülern bereits seit mehreren Wochen laufen, ist das Land bei der Einführung von freiwilligen Schnelltests in Kindergärten auf der Zielgeraden. Drei- bis sechsjährige Kita-Kinder sollen sich schon bald zwei Mal wöchentlich selbst auf das Coronavirus testen können. Dafür wurden 18,7 Millionen Euro bereitgestellt, womit knapp vier Millionen Testkits beschafft werden sollen.

Dabei zeichnet sich ab, dass in einem ersten Schritt die Kommunen die Beschaffung der Tests bedarfsgerecht selbst organisieren und das Land dafür die Kosten übernimmt. Parallel dazu steigt das Land seinerseits in Ausschreibung und Beschaffung ein, um dann im zweiten Schritt die Kindertagesstätten möglichst direkt beliefern zu können. Das sei der mit Abstand schnellste Weg zum Ziel, das Testangebot flächendeckend machen zu können, hieß es aus dem Kultusministerium. *Kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © dpa/Bernd Wüstneck

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