Corona-Pandemie

Niedersachsens Schulen starten in Präsenz – mit Masken und Tests

Vier Schülerinnen sitzen an einem Schultisch unter Corona-Bedingungen.
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In der kommenden Woche geht in Niedersachsen nach den Sommerferien die Schule wieder los – mit strengen Corona-Regeln.

In Niedersachsen geht die Schule wieder mit Präsenzunterricht los. Damit es sicher ist, kündigt Kultusminister Tonne strenge Regeln an. Kritik kommt von der GEW.

Hannover – Wenn in der kommenden Woche in Niedersachsen die Schulferien enden, beginnt an den Schulen wieder der Präsenzunterricht*. Dabei müssen sich die Schülerinnen und Schüler auf das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung einstellen. Hinzu kommen tägliche Tests auf das Coronavirus, zumindest für die ersten sieben Unterrichtstage.

Bundesland in Deutschland:Niedersachsen
Landeshauptstadt:Hannover
Fläche:47.709,82 Quadratkilometer
Einwohner:8.003.421 (Stand: 31. Dezember 2020)
Regierungschef:Stephan Weil (SPD)
Kultusminister:Grant Hendrik Tonne (SPD)

Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) brachte es am Dienstag, 24. August während der Pressekonferenz zur Vorstellung der neuen Corona-Regeln in Niedersachsen auf den Punkt: „Es gilt das Prinzip: maximale Präsenz bei maximaler Sicherheit!“ Weiter kündigte der Minister an, dass das Schuljahr 2021/22 im Regelbetrieb laufen werde. Demnach sollen auch die Kindertageseinrichtungen geöffnet bleiben. Gestützt werden die Öffnungen ab der kommenden Woche aus einem Netz an Sicherheitsmaßnahmen.

Niedersachsens Schulen startet mit Präsenzunterricht: Maskenpflicht für Schüler auch am Sitzplatz

So muss eine Maske den Angaben zufolge an allen Schulformen getragen werden. Dies gelte auch, wenn sich die Kinder und Jugendlichen bereits an ihren Sitzplätzen befinden. Einzig in den Pausen im Freien, in der Mensa beim Essen und Trinken sowie im Sportunterreicht dürften diese abgelegt werden. Die Pflicht, einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, gilt für alle Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahre, Jüngere dürfen sich auch mit einer Stoffmaske behelfen.

Weiter sei es notwendig, in den Schulalltag „Maskenpausen“ einzubauen, hieß es am Dienstag während der Pressekonferenz. Je jünger ein Kind sei, um so mehr Pausen bräuchte es. Darüber hinaus sind Lüftungs- und Hygienekonzepte für den Schulalltag an Niedersachsens Schulen vorgesehen.

Doch der Minister machte am Dienstag auch Werbung für die laufende Impfkampagne, die nach dem Kurswechsel der Ständigen Impfkommission (Stiko) auch für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahre läuft. So ist in der kommenden Woche, 30. August bis 6. September, eine Sonderimpfwoche für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren geplant, auch einige Schulen machen mit. Schülerinnen und Schüler, die einen Impftermin haben, sollen dafür vom Unterricht befreit werden.

Niedersachsens Schulen startet mit Präsenzunterricht: GEW fordert Zugang zu Schulen auch für Ungeimpfte

Der niedersächsische Philologenverband begrüßte „alle Anstrengungen, um mit Augenmaß und Vorsicht den Unterricht aufzunehmen, etwa mit Maskenpflicht und verstärkten und regelmäßigen Testungen“. Trotzdem dürfe die Pandemie kein Vorwand sein, um auf Leistungsüberprüfungen zu verzichten, sagte der Vorsitzende Horst Audritz.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Niedersachsen (GEW) wies darauf hin, dass das Recht auf Bildung nicht vom Impfstatus abhängen dürfe. „Daher ist es richtig, neben Geimpften und Genesenen auch Getesteten den Zugang zu den Schulen zu gewähren“, sagte die GEW-Landesvorsitzende Laura Pooth. Die Sicherung des Präsenzunterrichtes müsse genau wie der Schutz der Schulbeschäftigten sowie der Kinder und Jugendlichen weiterhin Priorität haben.

Der Verband Niedersächsischer Lehrkräfte findet, dass die angekündigten „inzidenz- bzw. warnstufenunabhängigen Maßnahmen grundsätzlich in die richtige Richtung“ weisen. Auch die Impfkampagne für Schülerinnen und Schüler ab zwölf Jahren sei zu begrüßen, aber es müsse bei der Freiwilligkeit bleiben. Kritisch wird gesehen, dass der Einbau von Luftfilteranlagen an vielen Schulen noch nicht rechtzeitig zum Schuljahresbeginn erfolgt ist. Auch die Digitalisierung sei noch nicht so fortgeschritten, wie sie es sein müsste. * kreiszeitung.de, merkur.de und fr.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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