Arbeitszeitstudie der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft

Heiligenstadt: GEW-Studie zur Arbeitszeit soll analysiert werden

Hannover - Niedersachsens Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) hat die von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) vorgelegte Studie zur Lehrerarbeitszeit als wichtigen Diskussionsbeitrag begrüßt. "Wir werden diesen sachlichen Beitrag genau analysieren", teilte Heiligenstadt am Montag mit.

Im Rahmen der eigenen Initiative des Kultusministeriums zur Betrachtung der Arbeitsbelastung von Lehrkräften und Schulleitungen werde die Studie der GEW angemessen berücksichtigt werden. Es wäre aber vorschnell, bereits heute Konsequenzen zu fordern, da dies der Komplexität des Themas nicht gerecht werde.

Die GEW hatte am Montag eine Studie zur Lehrerarbeitszeit vorgelegt, für die 2869 Lehrkräfte aus 255 Schulen fast ein Jahr lang ihre Arbeitszeit auf die Minute genau protokolliert hatten. Demnach arbeiten Niedersachsens Gymnasiallehrer im Durchschnitt pro Woche drei Stunden und fünf Minuten zuviel, Grundschullehrer kommen pro Woche auf eine Stunde und zwanzig Minuten Mehrarbeit. Zusätzlich zu der GEW-Studie hat auch das Kultusministerium rund 90 000 Pädagogen in einer Online-Befragung um Auskunft über ihre Arbeitsbelastung gebeten. Dabei soll untersucht werden, ob die Vorgaben der Landesregierung zu Inklusion, Ganztagsschulen und interkultureller Bildung die Lehrer zu sehr belasten. Die Arbeitszeit spielt keine Rolle.

dpa

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Vorstellung der Arbeitszeitstudie: Gymnasiallehrer arbeiten drei Stunden pro Woche zuviel

 

Rubriklistenbild: © dpa

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