68 Strafgefangene freigelassen

Häftlinge profitieren von Weihnachtsamnestie

Hannover - Unterstützung für einen neuen Start ins Leben heißt das vorzeitige Weihnachtsgeschenk für Häftlinge in Niedersachsen und Bremen. Sie werden im Rahmen einer Amnestie vorzeitig entlassen.

Für einige Häftlinge in Niedersachsen und Bremen hat Weihnachten schon begonnen: Die Männer und Frauen wurden vorzeitig entlassen und profitieren von der Weihnachtsamnestie. Insgesamt kamen seit Anfang Dezember aus 13 niedersächsischen Justizvollzugsanstalten 68 Strafgefangene frei. Ihnen blieben dadurch zusammen 1275 Hafttage erspart. 

In Bremen konnten sich 9 Häftlinge über 242 erlassene Tage hinter Gittern freuen. „Es geht dabei um Unterstützung für einen neuen Start ins Leben", sagte eine Sprecherin des Justizministeriums in Hannover am Donnerstag. Viele Gefangene freuten sich darauf, die Feiertage im Kreis ihrer Familien verbringen. 

Chance, in der Weihnachtszeit ihr Leben neu zu ordnen

Für eine vorzeitige Haftentlassung müssen jedoch mehrere Voraussetzungen erfüllt sein. Dazu gehören ein positives Votum der Justizvollzugseinrichtung, die Zustimmung der Gefangenen und eine gesicherte Situation für die Zeit nach der Entlassung. Sie können in der Vorweihnachtszeit im Rahmen der Resozialisierung ihr Leben neu ordnen, Behördengänge erledigen und wieder bei ihren Familien ankommen, sagte die Sprecherin. Wer allerdings während der Haft schwere Verfehlungen im gelockerten Vollzug oder Straftaten begangen hat, ist von der Weihnachtsamnestie ausgenommen. Das betrifft auch Gefangene, die wegen vorsätzlicher Tötungs- oder Sexualdelikte in Haft sitzen. 

Die meisten Gefangenen (14) profitierten in der JVA Lingen von der Weihnachtsamnestie, gefolgt von Oldenburg (7), Meppen und Wolfenbüttel (je 6). Sie wären regulär in der Zeit zwischen Anfang Dezember und Januar entlassen worden. Für die bundesweite Gefangenen-Gewerkschaft ist die Amnestie generell eine positive Maßnahme, auch als Entlastung der Haftanstalten bei Personalengpässen. Bei leichten Straftaten wie Schwarzfahren sollten Haftstrafen ohnehin in Arbeit für Sozialstunden umgewandelt werden, forderte ein Sprecher. Für derartige Fälle biete sich erst recht eine Amnestie an.

 - dpa

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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