Rund 550 gefährliche Gegenstände

Niedersachsens Häftlinge horten Drogen, Waffen und Handys

Zu sehen sind zwei Hände, die ein Mobiltelefon halten. Daneben ist ein schlichter Rasierer platziert. Im Hintergrund wird der Stacheldrahtzaun einer Justizvollzugsanstalt angedeutet.
+
In Niedersachsens Gefängnissen finden die Beamten viele verbotene Gegenstände der Häftlinge. Dazu zählen unter anderem Mobiltelefone und Rasierer. (kreiszeitung.de-Montage)

Eine Nachricht, die wenig überrascht: Niedersachsens Häftlinge häufen im Gefängnis Drogen, Handys und Waffen an. Die Bilanz und Menge verwundert hingegen schon.

Hannover – Trotz strenger Kontrollen gelangen Niedersachsens Häftlinge immer wieder in den Besitz von Gegenständen, die im Gefängnis verboten sind. Dazu zählen nicht nur Drogen und Waffen. Wie die dpa berichtet, haben Beamte bei entsprechenden Durchsuchungen im ersten Halbjahr 2021 insgesamt rund 550 gefährliche Gegenstände gefunden.

Deutsches Land:Niedersachsen
Fläche:47.614 km²
Bevölkerung:7,982 Millionen (2019)
Hauptstadt:Hannover

Gefängnisse in Niedersachsen: Beamten finden im 1. Halbjahr 2021 rund 550 gefährliche Gegenstände der Häftlinge

Hierzu zählen unter anderem Rasierklingen, abgeschliffene Bestecke und andere Hiebwaffen. Dies teilt das Justizministerium mit. Zudem seien in 450 Fällen Drogen gefunden worden. Hierunter fallen Marihuana, Amphetamine, Ecstasy, Heroin sowie Kokain, aber auch neue psychoaktive Substanzen. Diese bestehen aus einem Gemisch aus Kräutern und Chemikalien.

Die genannten Gegenstände wurden sowohl bei größeren als auch kleineren Untersuchungen gefunden. Diese hätten in den Zellen der Häftlinge sowie auf dem restlichen Gelände der Gefängnisse stattgefunden. Dabei hätten die Beamten auch immer wieder Mobiltelefone gefunden.

Verstärkte Kontrollgänge in Niedersachsens JVAs: Bereits 3000 Untersuchungen in 2021

Im laufenden Jahr wurden bisher 324 solcher Geräte entdeckt, allein 189 davon außerhalb der Zellen. „Die Justizvollzugseinrichtungen reagieren aktuell mit verstärkten Kontrollgängen und einer erhöhten Personalpräsenz in den Außenbereichen“, wird eine Sprecherin in dieser Angelegenheit von der dpa zitiert.

2021 sei die Anzahl der Haftraumrevisionen erhöht worden. Damit sind sehr umfangreiche Kontrollen gemeint, bei denen auch in Lüftungsschächten, unter Dichtungsgummis oder in Steckdosen geschaut wird. Im laufenden Jahr seien es bereits knapp 3000 Untersuchungen gewesen.

Zum Vergleich: Im kompletten Jahr 2020 waren es rund 4500 Untersuchungen in den Gefängnissen Niedersachsens. Im gesamten Bundesland gibt es derzeit zwölf Justizvollzugsanstalten (JVAs). Im geschlossenen Vollzug sind dort rund 4400 Menschen inhaftiert. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

15 Ratsmitglieder in Weyhe verabschiedet

15 Ratsmitglieder in Weyhe verabschiedet

Relax Pur für 2 – jetzt zum Schnäppchenpreis von 29,99 Euro

Relax Pur für 2 – jetzt zum Schnäppchenpreis von 29,99 Euro

Kalte Füße im Bett? Diese Bettdecken sorgen für einen guten Schlaf

Kalte Füße im Bett? Diese Bettdecken sorgen für einen guten Schlaf

Meistgelesene Artikel

Forscher mit Durchbruch bei Kernfusion: Wind und Solar bald überflüssig?

Forscher mit Durchbruch bei Kernfusion: Wind und Solar bald überflüssig?

Forscher mit Durchbruch bei Kernfusion: Wind und Solar bald überflüssig?
Weil rassistisch: Hawaii-Pizza und Toast Hawaii sollen anders heißen

Weil rassistisch: Hawaii-Pizza und Toast Hawaii sollen anders heißen

Weil rassistisch: Hawaii-Pizza und Toast Hawaii sollen anders heißen
Feuer in Kecken: Wohnmobil und Einfamilienhaus in Brand

Feuer in Kecken: Wohnmobil und Einfamilienhaus in Brand

Feuer in Kecken: Wohnmobil und Einfamilienhaus in Brand
Traumjob: Im Bett liegen und Netflix gucken für 28.000 Euro Jahresgehalt

Traumjob: Im Bett liegen und Netflix gucken für 28.000 Euro Jahresgehalt

Traumjob: Im Bett liegen und Netflix gucken für 28.000 Euro Jahresgehalt

Kommentare