Meyer will mit EU-Geld Tierschutzpläne beschleunigen

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Eine Sau steht in Winsen in einem Außenstall auf dem Hof eines Schweinezüchters.

Hannover - Niedersachsens Agrarminister Christian Meyer (Grüne) will in den kommenden Jahren 28 Millionen Euro an EU-Geldern für den Tierschutz zur Verfügung stellen.

Das Geld solle von 2015 bis 2020 zunächst Legehennen und Schweinen zugutekommen, sagte Meyer. "Wenn Landwirte auf Schnäbelkürzen bei Legehennen und das Schwanzkürzen bei Schweinen verzichten und eine bessere Tierhaltung haben, gibt es erstmalig eine Prämie."

Von einem 38-Punkte-Plan seines Vorgängers Gert Lindemann (CDU) seien bereits einige Vorhaben umgesetzt. So dürften Moschusenten seit Jahresanfang die Schnäbel nicht mehr gekürzt werden. "Bei Legehennen wird es Ende 2016 verboten, bei Puten Ende 2018", sagte Meyer. Betrieben mit Bio-Siegel sei das Schnäbelkürzen schon jetzt verboten.

Meyer kündigte an, dass noch in diesem Jahr eine Klagemöglichkeit für Tierschutzverbände eingeführt werden solle. "Verbände können dann per Klage erreichen, dass ein Gericht prüfen muss, ob generell der Tierschutz eingehalten wird", sagte der Minister. Zugleich solle der Tierschutzplan erweitert werden. "Eine Arbeitsgruppe wird sich etwa mit Brandzeichen bei Pferden beschäftigen. Außerdem wollen wir ein Enddatum setzen, bis wann die männlichen Eintagsküken nicht mehr generell getötet werden dürfen." In einigen Bereichen liege die Gesetzgebungskompetenz aber nicht beim Land, sondern beim Bund. dpa

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