Behelfsunterkünfte schließen

Wohnsituation für Flüchtlinge entspannt sich - Integration im Fokus

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Viele Notunterkünfte wurden inzwischen von den Kommunen geschlossen, weil sich die Wohnsituation für Flüchtlinge entspannt hat.

Hannover - Die Zahl der Flüchtlinge ist auch in Niedersachsen im Vergleich zu 2015/2016 deutlich zurückgegangen und damit auch die Notwendigkeit, große Unterkünfte für die Menschen bereit zu halten. Die Integrationsarbeit rückt wieder in den Fokus.

Die Wohnsituation für Flüchtlinge in Niedersachsen entspannt sich immer mehr. Viele Not- und Behelfsunterkünfte in den Kommunen seien mittlerweile geschlossen, hieß es etwa vom Landesverband der Johanniter auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Derzeit stellt der Verein im Auftrag der Kommunen noch elf solcher Unterkünfte in Niedersachsen und Bremen zur Verfügung. 

Während des großen Flüchtlingsstroms vor zwei Jahren seien es mehr als 20 Gemeinschaftsunterkünfte in kommunaler Trägerschaft gewesen. Den rückläufigen Trend bestätigen auch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und die Malteser. Die Not- und Behelfsunterkünfte, die im Auftrag des Landes betrieben worden, sind bereits seit April zurückgebaut und nicht mehr belegt.

Verfügbare Plätze nicht mehr voll belegt

„Von den verfügbaren 1601 Plätzen sind 1091 derzeit belegt“, berichtet Björn Menkhaus, Fachbereichsleiter für Integration und Jugendhilfe bei den Johannitern. Dazu gehörten auch die Plätze in drei Unterkünften für unbegleitete Minderjährige und sogenannte Betreuungs- und Pförtnerdienste, in denen das Personal zur Unterstützung der Flüchtlinge nicht durchgehend vor Ort sei. 

„Was Unterkunft, Ernährung, Gesundheit und Kleidung betrifft, haben wir gemeinsam viel erreicht“, meint auch Michael Lukas, Sprecher der Malteser in der Diözese Hildesheim. Auch seine Organisation habe die Unterkünfte in zwei Kommunen mittlerweile schließen können.

Anlaufstellen für Integration eingerichtet

„Jetzt gilt es, den Fokus wieder auf die Integrationsarbeit zu richten“, fordert Lukas. Die Malteser hätten dafür etwa eine Anlaufstelle mit drei Mitarbeitern in Celle eingerichtet, die etwa bei Arztbesuchen oder bei Fragen zur Schule helfen. 

Gesundheit, Wohnen und dezentrale Betreuung bleiben auch für die Johanniter auf der Agenda. „Ausbildung, Integration in Arbeit und allen voran Sprache und Bildung sind jetzt unsere Themen“, betont Menkhaus. Derzeit halte die Landesaufnahmebehörde an ihren Standorten etwa 5000 Plätze in Erstaufnahmeeinrichtungen und Ankunftszentren für Asylbewerber vor, hieß es aus dem Innenministerium in Hannover. 

„Anfang des Jahres waren es rund 7300 Plätze“, sagte eine Sprecher. Die Auslastung der Standorte schwanke zwischen 75 Prozent und 85 Prozent. Nach Angaben des Ministeriums wurden im Jahr 2017 bis Ende November etwas mehr als 14.000 Asylsuchende in Niedersachsen registriert.

dpa

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