Sommerwetter

Ansturm auf die Badeseen - am Wochenende wieder kühl

Hannover - Der Hitze des bisher wärmsten Tag des Jahres trotzten viele Niedersachsen mit einem Besuch am Badesee - in das kalte Nass wagten sich jedoch nur die Wenigsten. Am Wochenende hält das Wetter jedoch wieder kühlere Temperaturen bereit.

Der bisher heißeste Tag des Jahres gibt den Menschen in Niedersachsen ein Gefühl von Sommer - selbst wenn die Aussichten für das Wochenende wieder trüber sind. Am Steinhuder Meer und am Altwarmbüchener See bei Hannover freuten sich Touristiker und Bootsverleiher auf zahlreiche Ausflügler. Bisher war der Großteil der Badegäste und Wassersportler wegen des kühlen Wetters ausgeblieben, sagte Ralf Zimmermann von den Rettungsschwimmern am Zwischenahner Meer.

Doch das heiße Sommerwetter hat bereits am Samstag ein Ende, kündigt der Deutsche Wetterdienst (DWD) an. „Die Leute sind heiß darauf, ihre Segelboote zu bewegen“, sagte Zimmermann von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Passionierte Segler sind schon seit einigen Wochen auf dem Wasser unterwegs. Die meisten Freizeit-Skipper habe das unbeständige Wetter aber abgeschreckt. Auch die Wassertemperaturen von Niedersachsens drittgrößtem Binnensee in Bad Zwischenahn sind mit etwa 13 Grad nur was für Hartgesottene.

„Sonst haben wir Mitte Mai schon 15 bis 16 Grad“, sagte Zimmermann. Die meisten der Besucher saßen deshalb nur am Strand in der Sonne oder fuhren mit Booten auf dem Wasser. Der Verleih von Tret- und Elektrobooten sei sehr beliebt, sagte Miriam Kösters von der Touristik-Zentrale. Am Altwarmbüchener See lässt die Saison bei Segelschule und Bootsverleih noch auf sich warten. „Diese Jahr ist ein besonders schwieriges Jahr - nicht nur wegen der Kälte. Wir hatten auch mit unberechenbaren Winden zu kämpfen“, sagte Besitzer Detlef Schmalstieg. Die Wassertemperatur liegt zurzeit nur bei 13 Grad. Vergangenes Jahr waren es um die Zeit schon 18 Grad.

Auch am Steinhuder Meer startet die Badesaison in diesem Jahr recht spät. „Die Strände waren bisher wetterbedingt leer“, sagte der Tourismus-Geschäftsführer Willi Rehbock. Im Moment kommt das Wasser auf nur frische 17 Grad. „Bisher sind nur die ganz Mutigen ins Wasser gegangen“, sagte Rettungsschwimmer Mike Schalinski. Von einem Sprung ins erfrischende Nass warnt er jedoch eindringlich. Weil die Wassertiefe oft schwer abzuschätzen sei, könne man sich dabei schwer verletzen. Außerdem sei das Wasser weiter unten deutlich kühler als an der Oberfläche: „Das kann zum Schock führen.“

Die DLRG warnte ebenfalls vor zu viel Übermut an den ersten warmen Badetagen. Schwankungen bei der Wassertemperatur, plötzliche Tiefen, Strömungen und Strudel, Selbstüberschätzung oder Nichtwissen über gesundheitliche Schädigungen - zum Beispiel Herz-Kreislauf-Probleme - könnten Schwimmern zum Verhängnis werden. Deutschlandweit stehen zwischen 45 000 und 46 000 Rettungsschwimmer bereit. Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) könnte ein Ausflug zum Badesee am Wochenende jedoch etwas frisch werden. Freitagnacht könne es kräftige Gewitter mit Starkregen und Hagel vor allem im Emsland und der Grafschaft Bentheim geben, sagte DWD-Meteorologe Stefan Bach.

Am Samstag sinken die Temperaturen: Im Land werden zwischen 20 und 24 Grad, an der Küste etwa 18 Grad erwartet. Am Sonntag kühle die Temperatur weiter ab - das Thermometer steigt maximal bis etwa 21 Grad. „Dafür macht der Sonntag seinem Namen alle Ehre“, sagt der Wetterexperte. Trotz der kühlen Temperaturen gebe es viel Sonnenschein in ganz Niedersachsen.
dpa

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