Niedersachsen will Krebskrankheiten in neuem Register erfassen

Hannover - Krebserkrankungen sollen in Niedersachsen von 2017 an in einem klinischen Register erfasst werden. Ziel ist es, die Qualität der Versorgung krebskranker Menschen zu verbessern. Den Gesetzesentwurf dafür beschloss am Dienstag das Landeskabinett in Hannover, Hintergrund ist eine Vorgabe des Bundes.

Wie die Landesregierung mitteilte, soll das neue Register parallel zum bestehenden epidemiologischen Krebsregister eingerichtet werden. Im epidemiologischen Register wird das Auftreten einer bestimmten Krebsart vor allem statistisch erfasst, damit regionale und zeitliche Häufungen etwa bei Neuerkrankungen festgestellt werden können. Das klinische Krebsregister soll alle Angaben zur Diagnose und Art der Therapie festhalten, um Aussagen zur Qualität der Behandlung und zum Behandlungserfolg treffen zu können. „Wir müssen gerade als Flächenland alles tun, um an Krebs erkrankten Menschen überall im Land eine qualitätsgesicherte Diagnostik und Behandlung zur Verfügung zu stellen“, sagte Niedersachsens Gesundheitsministerin Cornelia Rundt (SPD). Die Deutsche Krebshilfe unterstützt den Aufbau des Registers mit 480 000 Euro. Im Landeshaushalt werden dafür in den nächsten Jahren Mittel in Höhe zwischen 1,6 und 2,3 Millionen Euro jährlich bereitgestellt. dpa

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