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Sozialarbeiter in Niedersachsen streiken

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Von: Yannick Hanke

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Am Montag, 2. Mai 2022, kommt es zum Warnstreiks der Beschäftigten in der sozialen Arbeit. Auf Initiative von ver.di wird auch in Niedersachsen gestreikt.

Hannover – Großer Warnstreik der Beschäftigten in der sozialen Arbeit – dazu hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) am Montag, 2. Mai 2022, aufgerufen. Der Ausstand habe auch in Niedersachsen begonnen, heißt es von einem Sprecher der Gewerkschaft gegenüber der dpa. Beispielsweise hätten Beschäftigte der Sozialämter, von Heimen oder in der Jugendgerichtshilfe ihre Arbeit niedergelegt.

Warnstreik in Niedersachsen: Gewerkschaft ver.di ruft zu Kundgebungen auf – Sozialarbeiter starten am Montag

Wie es von einem ver.di-Sprecher heißt, hätten sich Sozialarbeiter aus mehreren Städten in Niedersachsen am Morgen auf den Weg nach Hannover begeben. In der niedersächsischen Landeshauptstadt sind nämlich eine zentrale Aktion sowie eine Kundgebung vor dem Kommunalen Arbeitgeberverband um 13:45 Uhr geplant.

Beschäftigte von Banken und Versicherungen stehen bei einem Streik vor der Norddeutschen Landesbank (NordLB) in Hannover.
Ab Montag, 2. Mai 2022, wird nach einem Aufruf der Gewerkschaft ver.di wieder gestreikt. In Niedersachsen wollen Beschäftigte im Sozial- und Erziehungsdienst bessere Arbeitsbedingungen. (Archivbild) © Julian Stratenschulte/dpa

Der Ausstand am Montag ist aber erst der Anfang – und Teil mehrerer bundesweiter Streiktage, zu denen die Gewerkschaft ver.di nicht zuletzt auch in Niedersachsen aufgerufen hat. Nur zwei Tage später, am 4. Mai, soll ein Streik der Beschäftigten der Kitas und des schulischen Ganztags folgen. Am 5. Mai legen dann die Mitarbeitenden der Behindertenhilfe ihre Arbeit nieder.

Gewerkschaft ver.di ruft zu Warnstreiks auf: Beschäftigte im Sozial- und Erziehungsdienst wollen bessere Arbeitsbedingungen

Hintergrund für die Warnstreiks, zu denen ver.di aufruft, sind die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst. Die nunmehr dritte Verhandlungsrunde findet hier am 16. und 17. Mai in Potsdam statt. Die Betroffenen fordern unter anderem mehr Fachpersonal, mehr Entlastungstage und eine bessere Bezahlung.

„Es geht nicht nur um finanzielle Verbesserungen für die einzelnen Berufsgruppen“, wird ver.di-Landesfachbereichsleiter Martin Peter vom NDR zitiert. Er nennt die genauen Beweggründe der Aktionen, also der von ver.di ins Leben gerufenen Warnstreiks. „Es geht auch um die Anerkennung der guten Leistungen, die im Sozial- und Erziehungsdienst seit Jahren erbracht und nicht ausreichend gewürdigt werden“.

Kundgebungen in Niedersachsen: Angestellte im Sozialdienst protestieren in Bremerhaven und Hannover

De facto will ver.di mit den Warnstreiks den Druck im Tarifkonflikt mit den kommunalen Arbeitgebern erhöhen. Die Gespräche im März für die rund 330.000 Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst waren ergebnislos verlaufen und deswegen vertagt. Wie bereits erwähnt, wird es in mehreren Städten in Niedersachsen in der ersten Maiwoche 2022 verschiedene Aktionen geben.

Hierzu zählen vor allem Kundgebungen, beispielsweise in Braunschweig, Bremerhaven, Hildesheim, Lüneburg und Oldenburg. Am Donnerstag, 5. Mai, findet dann wie am Montag eine Demo vor dem Kommunalen Arbeitgeberverband Niedersachsen, Ecke Ernst-August-Platz/Luisenstraße, in Hannover statt. (mit Material der dpa)

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